Menorca: Taucher finden Hinweise auf tote Schwämme
Bei einem Tauchgang im Meeresschutzgebiet im Norden Menorcas entdecken Teilnehmer Hinweise darauf, dass Schwämme und Moostierchen vor Kurzem abgestorben sind. MARE und Observadores del Mar berichten am Dienstag, 6. Oktober, von der gemeinsamen Aktion mit Diving Menorca. Neun Menschen aus Wissenschaft und Unterwasserfotografie nahmen daran teil.
Viele Fische, aber auch Warnsignale
Das Gebiet steht seit mehr als 25 Jahren unter Schutz. Die Gruppe beobachtete zahlreiche Fische, darunter Zackenbarsche, Corvallos und Bernsteinmakrelen. Sie sah auch gefährdete Arten wie Steckmuscheln, die Koralle Cladocora caespitosa und weiße Gorgonien.
Die Hinweise auf das jüngste Absterben von Schwämmen und Moostierchen könnten mit hohen Wassertemperaturen zusammenhängen. Die Organisatoren halten es deshalb für wichtig, Veränderungen im Meer auch innerhalb von Schutzgebieten weiter zu beobachten.
Fotos sollen beim Meeresschutz helfen
María Elena Cefalí von der Forschungsstation Jaume Ferrer betont, wie wichtig es ist, marine Klimarefugien zu finden und zu beobachten. Dort könnten Arten, die unter der Erwärmung des Meeres leiden, günstigere Bedingungen vorfinden.
Die Fotos des Tauchgangs werden gesammelt. Anschließend soll geprüft werden, ob sie für Informationsarbeit und Meeresschutz genutzt werden können.
Themen: Natur & Tiere · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com