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412 Millionen für Balearen: PSIB will Ausgleich für Tourismus

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Die Balearen sollen im neuen Finanzierungsmodell mehr Geld für ihre Insellage und den Massentourismus bekommen. Der PSIB fordert dafür Ausgleichsregelungen, die den Druck durch die schwankende Bevölkerung, höhere Preise und den angespannten Wohnungsmarkt abfedern sollen. Vorgestellt hat den Vorschlag am Freitag in Palma PSIB-Kandidatin Rosario Sánchez.

Archivo - La candidata del PSIB para las elecciones de 2027, Rosario Sánchez, en rueda de prensa.
Europa Press

Nach ihren Angaben sieht die Finanzierung bereits eine erste Zuweisung von 412 Millionen Euro für die Balearen vor. Damit würden die Inseln bei der Verteilung pro Einwohner von Platz sieben auf Platz zwei steigen. Der PSIB will diese Mittel durch Änderungen am Modell um Faktoren wie Insellage und Tourismusdruck ergänzen.

Streit um Schulden und Insellage

Sánchez verwies außerdem auf 1.742 Millionen Euro an balearischen Schulden, deren Erlass andere autonome Gemeinschaften bereits mit der Zentralregierung verhandelten. Sie kritisierte, dass die Regierung von Marga Prohens nicht verhandle und gegen das Modell stimmen wolle.

Als dringend bezeichnete der PSIB auch eine Überprüfung des Insellagen-Faktors im besonderen Steuerregime. Seit dessen Einführung 2023 hätten die Balearen nach Angaben der Sozialisten 576 Millionen Euro vom Staat für Investitionen zur Insellage erhalten. Sánchez warf der Regierung Prohens vor, nicht offengelegt zu haben, wofür diese Mittel eingesetzt wurden.

Der PSIB fordert die Balearenregierung auf, mit der Zentralregierung über bessere Finanzmittel zu verhandeln, statt auf Konfrontation zu setzen.

Themen: Tourismus · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com