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21 Millionen Übernachtungen: Ibiza zeigt der EU seinen Kurs

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Weniger illegale Ferienangebote, weniger Fahrzeuge auf den Fähren und mehr Fahrgäste im Bus: Ibiza setzt bei der Steuerung des Tourismus auf Zahlen. Der Inselrat von Ibiza stellte das Modell am Donnerstag in Palma Vertretern der Europäischen Kommission vor. Dabei geht es laut Vizepräsident Mariano Juan nicht darum, noch mehr Nachfrage anzuziehen, sondern die vorhandene Nachfrage nach der Belastbarkeit der Insel zu lenken.

Ibiza hat bei 572 Quadratkilometern Fläche mehr als 21 Millionen Übernachtungen pro Jahr, rund 100.000 Touristenbetten und etwa 165.000 Einwohner. Juan nahm in Palma an der Abschlussveranstaltung des EU-kofinanzierten Projekts D3HUB-Tourism of Tomorrow Data-Driven Destinations Hub teil.

Weniger Anzeigen, weniger Fahrzeuge

Bei der Bekämpfung illegaler touristischer Angebote sank die Zahl der Inserate auf den drei wichtigsten Plattformen laut Inselrat von 7.100 auf etwa 3.700. In dieser Zahl sind Hotels, Apartments und Ferienwohnungen enthalten.

Von Juni bis August kamen 70.974 Fahrzeuge im Passagierverkehr auf der Insel an. Das waren 15.250 weniger als im gleichen Zeitraum 2024. Gleichzeitig zählte der öffentliche Nahverkehr von April bis August fast fünf Millionen Fahrgäste – eine Million mehr als im selben Zeitraum 2025.

Ibiza will Pilotinsel werden

Juan forderte, künftige EU-Politik müsse die Besonderheiten kleiner Inselziele mit hoher touristischer Belastung berücksichtigen. Der Inselrat brachte Ibiza als mögliche Pilotdestination für eine touristische Umgestaltung ins Gespräch. Mit den Daten sollen strukturelle Fragen rund um Tourismus, Mobilität und Fläche angegangen werden.

Themen: Tourismus · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com