Tourismusplätze auf Mallorca: MÉS fordert Auskunft
MÉS per Mallorca hat am 19. August 2026 im Consell de Mallorca in Palma auf Mallorca 32 Fragen zu Tourismusplätzen aus den befristeten Pools eingereicht. Die Fraktion verlangt Zahlen dazu, wie viele Plätze seit Inkrafttreten des Gesetzesdekrets zur touristischen Begrenzung vermarktet und vergeben wurden.
MÉS per Mallorca will zudem wissen, in welchen Gemeinden Plätze vergeben wurden, welche Immobilien sie erhielten und wer ihre Inhaber sind. Gefragt wird auch nach Einnahmen des Consell de Mallorca aus den Zuteilungen sowie nach abgelehnten Anträgen.
Fragen zu Vergabe und Tragfähigkeit
Das Gesetzesdekret schuf befristete Pools, die sich aus automatisch erfolgenden und freiwilligen Abmeldungen von Plätzen speisen sollen. Dies gilt, bis die Inselräte die Belastungsgrenze bewerten.
MÉS per Mallorca fordert Auskunft darüber, wie viele zuvor automatisch weggefallene Plätze wieder in den Pool aufgenommen wurden. Die Fraktion fragt außerdem, ob der Consell de Mallorca eine aktuelle Studie zur touristischen Belastungsgrenze Mallorcas erstellt hat und ob die Insel nach seiner Einschätzung noch Kapazität für mehr touristisches Angebot besitzt.
Kritik am Verfahren und an Kontrollen
Weitere Fragen betreffen das zunächst angewandte Verkaufssystem für Plätze, das später aufgehoben wurde. MÉS per Mallorca verlangt die technischen Berichte, die dieses Verfahren stützten, Angaben zu den Kosten der Aufhebung und zur übernommenen politischen Verantwortung.
Die Fraktion fordert auch die Rechtsgutachten zum neuen öffentlichen Losverfahren, das die Reihenfolge der Bearbeitung von Anträgen festlegt. Zudem fragt sie nach touristisch zugelassenen Wohnungen ohne Aktivität in den vergangenen drei Jahren, eingeleiteten Verfahren zur automatischen Abmeldung und verlorenen Genehmigungen.
Schließlich verlangt MÉS per Mallorca Daten zu Inspektionen, Verfahren und der Gesamthöhe der Sanktionen in den Jahren 2025 und 2026. Dabei geht es auch um die Einhaltung von Energieausweisen und verpflichtenden Systemen zum Wassersparen.
Themen: Tourismus · Politik · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com