1.500 statt 800 Euro Miete: PSIB greift Prohens an
Mieter, die 2023 auf den Balearen 800 Euro zahlten, zahlen heute nach Darstellung von PSIB-Sprecher Iago Negueruela 1.500 Euro. Mit diesem Vorwurf griff er am 21. Oktober 2026 im Parlament in Palma auf Mallorca Regierungschefin Marga Prohens an. Am zweiten Tag der Generaldebatte verlangte er eine Kehrtwende in der Wohnungspolitik.
PSIB fordert Grenzen für Wohnungskäufe
Negueruela will die Balearen als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt einstufen lassen, um Mieten zu begrenzen. Außerdem fordert er, Wohnungskäufe durch sogenannte Geierfonds und Menschen ohne Wohnsitz auf den Balearen zu verbieten. Prohens’ Wohnungspolitik sei gescheitert, sagte er.
Auch im Tourismus wirft Negueruela der Regierungschefin gebrochene Versprechen vor. Die angekündigte Erhöhung der Tourismussteuer und eine Steuer auf Mietwagen seien ausgeblieben. Beide Vorhaben hatte Prohens nach seinen Angaben in der Generaldebatte 2024 angekündigt.
Kritik an Schulen und Gesundheitsversorgung
Negueruela warf Prohens zudem vor, in ihrer Rede die Lebenshaltungskosten und das Wohnen übergangen zu haben. An anderer Stelle nannte er auch öffentliche Dienste als Problem. Die angekündigten Maßnahmen gegen Wartelisten im Gesundheitswesen hätten nach seiner Darstellung nicht funktioniert; zudem gebe es fertiggestellte, aber geschlossene Tageszentren. Er kritisierte auch die fehlende Klimatisierung in Bildungseinrichtungen.
Sein Fazit: Den Menschen auf den Balearen gehe es schlechter als vor dreieinhalb Jahren. Als Gründe nannte er unter anderem die Wohnkosten, die touristische Überlastung, die Mobilität und den Zugang zur Gesundheitsversorgung.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com