Madrid: Rund 500 Traktoren rollen zum Agrarministerium
Rund 500 Traktoren sollen am Mittwoch in fünf Kolonnen nach Madrid rollen. Tausende Landwirte und Viehhalter aus ganz Spanien wollen dort für die Rentabilität ihrer Betriebe demonstrieren. Die Agrarverbände Asaja, COAG und Unión de Uniones rufen zu dem Protest auf; die spanischen Agrargenossenschaften unterstützen ihn.
Fünf Kolonnen, ein Ziel
Die Traktoren kommen aus Torrejón de la Calzada, Guadalajara, El Espinar, Buitrago del Lozoya und Arganda del Rey. Sie fahren auf genehmigten Routen zur Plaza de Colón. Von dort zieht die Demonstration über den Paseo de Recoletos und den Paseo del Prado bis zur Glorieta del Emperador Carlos V. Ihr Ziel ist das spanische Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung.
Darum gehen die Landwirte auf die Straße
Die Verbände fordern schnelle Hilfe gegen gestiegene Produktionskosten. Für Agrardiesel wollen sie eine dauerhaft geringere Steuerbelastung und Vergünstigungen direkt beim Tanken. Zudem verlangen sie eine künftige Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union ohne Kürzungen beim Agrarbudget.
Auch die Preise für ihre Produkte treiben die Demonstranten um. Sie fordern die Einhaltung des spanischen Lebensmittelkettengesetzes, gleiche Anforderungen für Importwaren und weniger Bürokratie. Die Agrargenossenschaften warnen, dass hohe Energie- und Produktionskosten sowie die Belastung durch Verwaltungsvorgaben die wirtschaftliche Zukunft vieler Betriebe gefährden.
Themen: Landwirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com