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Mallorcas Tramuntana: Regierung soll Meeresschutz prüfen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Der Schutz der Serra de Tramuntana auf Mallorca könnte künftig auch das angrenzende Meer umfassen. Das Parlament der Balearen hat die Regierung am Donnerstag, 22. Oktober, einstimmig aufgefordert, diese Möglichkeit zu prüfen. Grundlage ist ein Antrag der Volkspartei (PP), über den der Wirtschaftsausschuss am Vormittag in Palma beraten hat.

Archivo - Serra de Tramuntana.
Europa Press

Erst das Gutachten, dann die mögliche Grenze

Ein wissenschaftliches und juristisches Gutachten soll klären, ob zwischen der Serra de Tramuntana und dem angrenzenden Meer ein ökologischer Zusammenhang besteht. Auf dieser Grundlage soll die Regierung prüfen, welcher Meeresbereich für einen Schutz infrage kommt. Zudem fordert das Parlament ein gemeinsames Modell für den Schutz von Land und Meer, das die Naturschutzpolitik koordiniert.

Küstengemeinden und Fischer sollen mitreden

An diesem Modell sollen unter anderem die Gemeinden der Region, Fischerei und Wassersportbranche sowie Wissenschaftler mitarbeiten. Auch betroffene Behörden und weitere Gruppen mit Bezug zur Küste sollen beteiligt werden. Jede Schutzmaßnahme soll die Bedürfnisse der Bevölkerung und die traditionellen, mit dem Schutz vereinbaren Nutzungen der Küste berücksichtigen. Wenn die Pläne vorankommen, soll die Regierung sie in den derzeit überarbeiteten Naturschutzplan für die Serra de Tramuntana aufnehmen.

Zwei Anhörungen scheitern im Ausschuss

In derselben Sitzung lehnte die Mehrheit aus PP und Vox zwei Anträge auf Anhörung ab. Die Sozialisten wollten die Landwirtschaftsdirektorin Georgina Brunet zum aus ihrer Sicht verspäteten Agrargesetz befragen. Seit Einreichung des Antrags im Juli hat die Regionalregierung den Gesetzentwurf bereits gebilligt. Més per Menorca wollte Umweltminister Joan Simonet zu Vorfällen auf Menorca im Sommer befragen, darunter nicht genehmigte private Aktivitäten und das Ankern in Schutzgebieten.

Themen: Umwelt · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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