Balearen: UGT wirft Prohens Wahlkampf-Rede vor
Die Rede von Balearen-Regierungschefin Marga Prohens stößt bei der Gewerkschaft UGT auf scharfe Kritik. Am 20. Oktober 2026 wirft UGT Baleares ihr nach der Generaldebatte über die Politik der Balearen vor, sich selbst zu loben und Wahlkampf zu betreiben. Gewerkschaftschef Pedro Homar sagt, Prohens zeichne ein Bild der balearischen Gesellschaft, in dem sich viele Menschen nicht wiederfänden.
Streit um das Bild der Balearen
Homar kritisiert sowohl Prohens’ Bilanz ihrer Regierungsarbeit als auch ihre Ankündigungen. Sie richte ihre Rede an der eigenen Wählerschaft aus und lasse andere Teile der Bevölkerung außen vor, erklärt er in einer Mitteilung.
Auch Solidarität und die Umverteilung von Wohlstand seien in der Rede nicht vorgekommen. Beides widerspreche der Identität der Balearen nicht, betont Homar. Viele Menschen wollten Steuern zahlen.
Wohnen, Touristensteuer und Vox
Homar erinnert daran, dass UGT und die Gewerkschaft CCOO gefordert haben, einen Teil der Einnahmen aus der Steuer für nachhaltigen Tourismus für Wohnraum einzusetzen. Sollte Prohens auch in der nächsten Legislaturperiode regieren, hofft er, dass sie ihr entsprechendes Versprechen unabhängig von Vox einlöst.
Kleine Fortschritte beim Umbau des Wirtschaftsmodells der Balearen seien bislang nicht greifbar geworden, sagt Homar. Als Grund nennt er die nötigen Stimmen von Vox.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com