Mallorca-Handel meldet Umsatzrückgänge
Der Mallorca-Handel verzeichnet nach Angaben des Handelsverbands Afedeco in diesem Sommer trotz hoher Besucherzahlen sinkende Umsätze. In Palma auf Mallorca teilte die Föderation der Unternehmensverbände des Handels der Balearen (Afedeco) am 19. August mit, dass ein erheblicher Teil der Geschäfte Umsatzeinbußen von zehn bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr meldet.
Afedeco-Vizepräsident Pedro Miró sieht darin einen Hinweis darauf, dass die steigende touristische Aktivität nicht in gleichem Maß im kleinen und mittleren Handel ankommt. Die Organisation will untersuchen, wie sich das Ausgabeverhalten der Besucher verändert und auf welche Bereiche sich ihre Ausgaben verteilen.
Kosten und Ausgabenverteilung im Blick
Als mögliche Ursache nennt Afedeco die gestiegenen Gesamtkosten einer Reise, insbesondere für Transport und Unterkunft. Wenn ein größerer Anteil des Budgets bereits für Flüge und Hotels aufgewendet werde, bleibe während des Aufenthalts weniger Geld für Einkäufe im lokalen Handel.
Zugleich konzentriere sich ein wachsender Teil der touristischen Ausgaben auf Gastronomie, Freizeit und Transport. Das mindere den direkten Effekt für bestimmte Bereiche des Einzelhandels, erklärte der Verband.
Forderung nach neuen Indikatoren
Afedeco schlägt spezifische Indikatoren vor, die regelmäßig aufzeigen sollen, wie touristische Ausgaben auf verschiedene Wirtschaftszweige verteilt werden. Dabei soll besonders die Entwicklung der Ausgaben im lokalen Handel erfasst werden.
Der Verband verweist zudem auf steigende Arbeits-, Energie- und Mietkosten im Handel. Der Erfolg der Tourismussaison solle daher nicht allein an Besucherzahlen oder Auslastung gemessen werden, sondern auch daran, ob sie im gesamten Wirtschaftsgefüge und im nahen Handel tatsächliche Einnahmen schaffe.
Themen: Wohnen & Immobilien · Tourismus · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com