Neue Uni-Regeln: 50 Prozent Doktoren pro Studiengang
Für jeden Studiengang sollen künftig mindestens 50 Prozent der Lehrenden einen Doktortitel haben. Das kündigte Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez am 18. September in Madrid an. Die neuen Uni-Regeln sollen zudem Präsenzunterricht verlangen, wo er nötig ist – besonders in Gesundheitsfächern.
Doktorenquote soll für jeden Studiengang gelten
Bislang musste die Hälfte der Lehrenden an einer gesamten Universität promoviert sein. Künftig soll diese Quote nach den Plänen der Regierung in jeder einzelnen Studienrichtung erreicht werden.
Außerdem sollen 40 Prozent der Lehrenden einen Vollzeitvertrag haben. Sánchez erklärte, damit wolle die Regierung die Qualität der Lehre stärken und gegen prekäre Beschäftigung vorgehen.
Präsenz vor allem in Gesundheitsfächern
Die Regierung will nach Angaben von Sánchez verhindern, dass private Hochschulen wegen der steigenden Nachfrage ihr Online-Angebot ausweiten, ohne Qualitäts- und Präsenzstandards zu garantieren. Präsenzunterricht soll deshalb dort verpflichtend werden, wo er notwendig ist, besonders im Gesundheitsbereich.
Der neue königliche Erlass befindet sich noch in Vorbereitung. Die Regierung will ihn gemeinsam mit der Konferenz der Rektoren der spanischen Universitäten erarbeiten. Sánchez verwies zudem darauf, dass die Zahl der Studierenden an öffentlichen Universitäten in den vergangenen zehn Jahren um 3 Prozent gestiegen sei, an privaten Hochschulen dagegen um 128 Prozent.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com