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Palma: Polizei nimmt zwei Unternehmer wegen Ausbeutung fest

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Für rund 60 Euro am Ende des Arbeitstags sollen Beschäftigte ohne Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis in Palma auf Mallorca gearbeitet haben – ohne Urlaub und Abfindung. Die Nationalpolizei nahm am 18. September zwei Unternehmer fest, denen sie Arbeitsausbeutung und Verstöße gegen die Rechte ausländischer Staatsbürger vorwirft. Die Ermittler identifizierten drei mutmaßliche Opfer.

Archivo - Un coche de la Policía Nacional.
Europa Press

Polizei spricht von ausgenutzter Notlage

Nach Angaben der Polizei stellten die Unternehmer gezielt Menschen ohne Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis ein. Die meisten sollen an den Lagerhallen nach Arbeit gefragt oder erfahren haben, dass dort Beschäftigte ohne regulären Status Arbeit finden.

Zeugen bestätigten laut Polizei die Vorwürfe. Sie beschrieben die Arbeitsbedingungen als missbräuchlich. Die Unternehmer hätten die Notlage der Beschäftigten ausgenutzt, von denen einige unterhaltspflichtige Angehörige hatten.

Urlaub für die einen, 60 Euro für die anderen

Regulär beschäftigte Mitarbeiter hatten laut Polizei Anspruch auf Urlaub, eine Abfindung und normale Arbeitsbedingungen. Beschäftigte ohne regulären Status hätten diese Rechte nicht gehabt und am Ende des Arbeitstags ungefähr 60 Euro erhalten.

Bei einer Kontrolle am Standort, an dem die Beschäftigten Waren luden, stellte die Polizei bei fünf Mitarbeitern Unregelmäßigkeiten fest. Einer von ihnen befand sich laut Quelle in einer irregulären Situation, einige waren nicht bei der Sozialversicherung gemeldet. Zudem hatten einige keinen Führerschein, obwohl das Unternehmen Waren transportiert.

Themen: Polizei · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com