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6.000 Unterschriften: Kitas fordern Verhandlungstisch

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

6.000 Unterschriften übergibt das Bündnis La Xarxa 0-3 am 24. September in Palma an das Bildungsministerium der Balearen. Die Kita-Beschäftigten fordern einen Verhandlungstisch und ein dringendes Treffen mit Bildungsminister Antoni Vera.

La Xarxa 0-3 will die Lage aller Beschäftigten im Bereich der frühkindlichen Bildung auf den Balearen auf den Tisch bringen. Zusammen mit CCOO, UGT und STEI verlangt das Netzwerk einen eigenen Verhandlungstisch für den Kita-Tarifvertrag, einen balearischen Tarifvertrag und die Überarbeitung eines neuen Mindestdekrets, des sogenannten Decreto de Mínimos.

Verhandlungen über Gleichstellung stocken

Die Organisationen warnen, dass die Gespräche über die Gleichstellung eines Teils der Erzieherinnen in den escoletes stocken. Zugleich werfen sie dem Ministerium vor, eine aus ihrer Sicht „einseitige Phantomvereinbarung“ bestätigen zu wollen. Diese sei nur mit Arbeitgeberverbänden ausgehandelt worden, ohne die Gewerkschaften einzuladen.

Nach Angaben von La Xarxa 0-3 profitieren die Investitionen der vergangenen drei Jahre vor allem von den Arbeitgeberverbänden. Die Gruppen seien voller geworden, doch pädagogische Teams hätten weder Verstärkung noch Verbesserungen erhalten. Viele Beschäftigte seien nach Schuljahr und Sommerzeit erschöpft.

Mehr als 900 Beschäftigte betroffen

Zusätzliche Sorge bereitet dem Bündnis die Lage von mehr als 900 Beschäftigten in ausgelagerten kommunalen Kitas. Sie könnten von der Absicht des Ministeriums betroffen sein, diese Zentren zu übernehmen.

La Xarxa 0-3 kritisiert zudem widersprüchliche Signale aus dem Ministerium. Vera habe öffentlich für einen mit den Fachkräften abgestimmten Stabilisierungsplan geworben. Die Generaldirektorin für frühkindliche Bildung äußere sich dazu nach Darstellung des Netzwerks dagegen nicht klar.

Themen: Arbeitsmarkt · Bildung

Quelle: Europa Press / Mallorca.com