Mallorca: Unwetter können Training und Wettkämpfe stoppen
Ein Fußballtraining im Freien oder eine Segelregatta kann bei Unwetter auf Mallorca künftig ausfallen. Die Balearen-Regierung hat am Montag in Palma ein Protokoll für Sportverbände und Vereine aktiviert. Es regelt, wann sie Trainings und Wettkämpfe ändern oder absagen und Sportler in Sicherheit bringen können.
Was bei Wetteralarm zählt
Bei orangefarbenem oder rotem Wetteralarm kommt es nicht nur auf die Sportart an. Entscheidend sind unter anderem Ort, Dauer und Uhrzeit der Aktivität, die Zahl und das Alter der Teilnehmer sowie Fluchtwege, Kommunikation und die Möglichkeiten zur Evakuierung. Das Protokoll berücksichtigt Stürme, Starkregen, Schnee, Wind, extreme Temperaturen und Wetterphänomene an der Küste.
Ob ein Training oder Wettkampf ausfällt, können je nach Fall der Hauptschiedsrichter, der Veranstalter, der Verantwortliche der Sportanlage, der zuständige Sportverband oder die Sportdirektion der Balearen-Regierung entscheiden. Meisterschaften können auch auf einen anderen Termin verlegt werden.
Für Kinder gelten zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen
Wird eine Sportaktivität mit Minderjährigen unterbrochen, muss der Veranstalter sie an einem sicheren Ort beaufsichtigen, bis sie abgeholt werden. Die Aktivität kann wieder beginnen, wenn das Wetterphänomen endet oder nachlässt. Alternativ ist eine Wiederaufnahme möglich, wenn die Anlagen als sicher überprüft sind, Zugänge und Fluchtwege nutzbar sind und die Kommunikation funktioniert.
Besonders gefährdet sind laut Protokoll Sportarten an nicht dauerhaften Anlagen, bei denen eine Evakuierung schwierig ist. Dazu zählen Segelregatten, Freiwasserschwimmen, Triathlon und Seekajak. Sport in Hallen, Fitnessstudios und Hallenbädern gilt dagegen als weniger gefährdet.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com