Alaró auf Mallorca: Frau schildert Vergewaltigung
In einer dunklen Straße in Alaró auf Mallorca habe ein Mann sie gegen ein Auto gedrückt und vergewaltigt, sagt eine Frau vor Gericht. Der mutmaßliche Übergriff soll sich in der Nacht zum 28. Oktober 2018 ereignet haben. Am 3. November 2026 verhandelte das Provinzgericht der Balearen in Palma den Fall; der Angeklagte bestreitet, Gewalt angewendet zu haben.
Frau berichtet von Gewalt auf dem Heimweg
Die Frau sagte aus, der ihr unbekannte Mann habe sie auf dem Heimweg angesprochen und am Arm gepackt. Sie habe Nein gesagt. Er habe sie zunächst in Richtung einer Bar geführt, sei dann aber daran vorbeigegangen und habe sie in eine dunkle Straße gebracht.
Als sie sich befreien konnte, sei sie nach Hause gegangen und habe einem Freund geschrieben, was passiert war. Am nächsten Tag erstattete sie Anzeige bei der Guardia Civil und ließ sich im Krankenhaus untersuchen. Später identifizierte sie den Angeklagten unter möglichen Verdächtigen. Ein Ermittler sagte vor Gericht, sie habe ihn zweifelsfrei erkannt.
Angeklagter spricht von einvernehmlichem Sex
Der Angeklagte schilderte einen anderen Ablauf. Er habe die Frau in einer Bar kennengelernt und mit ihr getanzt. Danach seien sie in ein weiteres Lokal gegangen, hätten sich dort umarmt und geküsst. Erst anschließend hätten sie in einem abgelegenen Bereich der Straße Sex gehabt. Aus seiner Sicht sei dieser einvernehmlich gewesen; Gewalt und einen Widerspruch der Frau bestritt er.
Die Staatsanwaltschaft fordert acht Jahre Haft und 25.000 Euro Entschädigung. Die Verteidigung beantragt einen Freispruch und teilte mit, der Angeklagte habe bereits 10.000 Euro als zivilrechtliche Zahlung geleistet. Das Gericht hat die Verhandlung geschlossen und muss nun ein Urteil fällen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com