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Magaluf: Minderjährige wirft Mann Vergewaltigung vor

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

In einem Hotel in Magaluf auf Mallorca soll ein Mann eine damals Minderjährige zum Oralverkehr gezwungen haben. Die junge Frau schilderte den Vorwurf am Mittwoch, 30. September 2026, vor Gericht. Die mutmaßliche Tat soll sich in den frühen Morgenstunden des 27. Oktober 2021 ereignet haben.

El acusado, durante el juicio en la Audiencia Provincial.
Europa Press

Was die junge Frau vor Gericht schildert

Nach einer Nacht in einer Diskothek sei sie mit dem Angeklagten und weiteren Personen in ein Aparthotel gegangen. Damals war sie aus einer Einrichtung für Minderjährige des Mallorquinischen Instituts für soziale Angelegenheiten geflohen. Im Hotel habe sie schlafen wollen, weil sie sich nach Alkohol und möglicherweise ihrem Getränk beigemischten Drogen nicht wohlgefühlt habe.

Der Mann habe sie zunächst berührt. Als sie sich gewehrt habe, habe er sie am Hals gepackt und zum Oralverkehr gezwungen, sagte die junge Frau. Später habe sie vom Badezimmer aus ihre Betreuerin angerufen. Dort habe sie das WLAN des Hotels nutzen können, weil ihr die SIM-Karte ihres Telefons weggenommen worden sei. Die Betreuerin alarmierte die Guardia Civil.

Angeklagter bestreitet den Vorwurf

Die Betreuerin sagte vor Gericht aus, die junge Frau habe Angst gehabt und berichtet, man habe versucht, sie zu vergewaltigen. Ein Beamter der Guardia Civil erklärte, sie habe bei der Ankunft der Einsatzkräfte aus Angst das Hotelzimmer nicht verlassen wollen.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Er sagte, er wisse nicht, warum die junge Frau ihn angezeigt habe. Die Staatsanwaltschaft fordert zehn Jahre Haft und 12.000 Euro Entschädigung. Die Verhandlung ist abgeschlossen; das Urteil steht noch aus.

Themen: Gerichtsprozesse · Polizei · Calvià

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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