Jugendliche drehen Videos gegen Cybermobbing und Grooming
Vier Videos sollen jungen Menschen helfen, Risiken im Netz zu erkennen und darauf zu reagieren. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 21 Jahren haben die Kampagne „Activa tu instinto digital“ selbst entwickelt. Save the Children und die staatliche Schülervereinigung CANAE stellten das Projekt am 21. September in Madrid vor.
Drei Videos behandeln Cybermobbing, Grooming und Sexting. Ein viertes zeigt, wie die Teilnehmer die Kampagne erarbeitet haben. Die Beiträge sollen Situationen aus Internet und sozialen Netzwerken realistisch, nahbar und attraktiv für ein junges Publikum darstellen.
Von den Themen bis zu den Emojis
An dem Prozess beteiligten sich zunächst 50 Mädchen und Jungen bei Diagnose-Workshops in Extremadura und Murcia. Sie diskutierten Themen, die sie beschäftigen – darunter Mobbing, Sicherheit in sozialen Netzwerken, Beziehungen, Klimawandel und Schulabbruch.
Ein Arbeitskreis ordnete anschließend die Vorschläge, legte Schwerpunkte fest und entwickelte die zentralen Botschaften. Die Gruppe entschied sich schließlich für digitales Wohlbefinden und setzte den Fokus auf Risiken wie Mobbing, Grooming und Sexting.
Jugendliche bestimmen Ton und Bilder
Die Teilnehmer schrieben die Drehbücher mit und entschieden auch über Zielgruppe, Ton und geeignete Kanäle. Vor den Dreharbeiten konnten sie Vorstellungen zum Casting einbringen.
Auch in der Nachbearbeitung redeten sie mit: vom Schnitt und digitalen Effekten bis zu den Emojis in den dargestellten Chats. Save the Children und CANAE wollen mit den Videos jungen Menschen Werkzeuge für riskante Situationen im Internet und in sozialen Netzwerken geben.
Das Projekt gehört zu „CERV 2024, Redes para la Participación Infantil y Juvenil“. Es wird aus europäischen Mitteln finanziert und von der Save-the-Children-Stelle in Barcelona vorangetrieben.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com