Vivanta schließt: Patienten sollen Rechnungen sichern
Nach der Schließung von Clínicas Dentales Vivanta sollen Menschen mit noch offenen Zahnbehandlungen alle Unterlagen zu ihren Verträgen sichern. Die Generaldirektion für Leistungen, Pharmazie und Verbraucherschutz in Palma riet am 16. September dazu, Rechnungen, Kostenvoranschläge, Zahlungsbelege, Quittungen und E-Mails aufzubewahren. Vivanta befindet sich in einem Insolvenzverfahren, auf Spanisch „concurso de acreedores“ genannt.
Betroffene können außerdem die persönlichen Unterlagen verlangen, die die Kliniken über sie gespeichert haben. Mit einem Antrag an den Unternehmenssitz können sie belegen, welche Behandlung oder Leistung vertraglich vereinbart war und nicht mehr erbracht wird.
Finanzierung der Behandlung
Wurde die Behandlung über einen von der Klinik vermittelten Verbraucherkredit finanziert, können Betroffene ihre Bank über die Schließung informieren. Sie können verlangen, dass weitere Lastschriften gestoppt werden, und die Rückzahlung des Finanzierungsanteils beantragen, der auf nicht erbrachte Leistungen entfällt.
Die Beschwerde geht direkt an den Kundenservice des Kreditinstituts. Dafür sollen Unterlagen beigefügt werden, die den Vertrag mit Klinik und Bank belegen. Bei Zahlung per Kreditkarte empfiehlt die Behörde, bei der Bank nach einer möglichen Stornierung der Belastungen zu fragen.
Informationen im Verbraucherportal
Die Generaldirektion für Leistungen, Pharmazie und Verbraucherschutz will im Verbraucherportal Angaben zur Insolvenzverwaltung und deren Kontaktdaten veröffentlichen. Dort können Betroffene auch Informationen über ihre Verbraucherrechte sowie über Beschwerden oder Anzeigen erhalten.
Termine bei der Generaldirektion lassen sich ebenfalls über das Verbraucherportal beantragen.
Themen: Politik · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com