Balearen: Montero wirft Frente Amplio Blockade vor
Auf den Balearen kommt keine Wahlabsprache zwischen Podemos und den Parteien von Frente Amplio zustande. Irene Montero, Europaabgeordnete und Kandidatin von Podemos, warf ihnen am Samstag, 17. Oktober, bei einer Parteisitzung in Madrid vor, weit fortgeschrittene Gespräche blockiert zu haben. Stattdessen hätten sie mit der Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens (PSOE) über eine gemeinsame Kandidatur für den Senat bei der Wahl am 29. November verhandelt.
Streit über den Kurs der Linken
Auch Podemos-Chefin Ione Belarra sagte, auf den Balearen seien die Verhandlungen weit fortgeschritten gewesen. Das gelte ebenso für Aragón und mehrere weitere Regionen. Die Parteien von Frente Amplio hätten offene Vorwahlen abgelehnt und sich stattdessen für Absprachen mit den Sozialisten entschieden, sagte sie.
Montero wies zurück, dass der Streit vor allem um Listenplätze gehe. Sie kritisierte die Regierungsarbeit der Parteien von Frente Amplio und deren Nähe zum PSOE. Die politischen Differenzen bestünden seit Jahren und seien für diese Wahl nicht ausgeräumt worden.
Podemos zieht mit anderen Partnern in den Wahlkampf
Podemos hat eine Zusammenarbeit mit ERC sowie gemeinsame Kandidaturen auf den Kanaren und in der Region Valencia vereinbart. Belarra bezeichnete die Kooperation mit ERC als Grundlage dafür, dass Montero und Gabriel Rufián im Wahlkampf zusammenarbeiten können.
Montero kündigte an, im Wahlkampf für niedrigere Lebenshaltungskosten, bessere Löhne und öffentliche Dienstleistungen einzutreten. Die Kandidatur von Podemos war nach ihren Angaben in Vorwahlen mit mehr als 25.000 Teilnehmenden bestimmt worden.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com