Feuer in Spanien: 275.209 Hektar verbrannt, 21 Tote
In Spanien haben Waldbrände seit dem 1. Januar 275.209 Hektar erfasst. 21 Menschen starben, 70 wurden verletzt. Am Dienstag beschloss das spanische Koordinierungszentrum für Waldbrände in Madrid, die sommerliche Waldbrandkampagne bis zum 31. Oktober zu verlängern. Einsatzkräfte und Ausrüstung sollen bereitbleiben, bis das Brandrisiko deutlich sinkt.
Große Feuer prägen die Bilanz
Der Zivilschutz zählt bislang 8.122 Waldbrände. Die betroffene Fläche liegt 151 Prozent über dem Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts. Allein 45 große Feuer erfassten mehr als 221.000 Hektar – knapp 80 Prozent der gesamten betroffenen Fläche.
Hohe Temperaturen, trockene Vegetation und die Heftigkeit mehrerer großer Brände erschwerten nach Angaben des Zivilschutzes die Einsätze. Bei 77 Feuern mussten Menschen evakuiert werden, 68 führten zu Straßensperrungen. Insgesamt verließen rund 118.000 Menschen vorsorglich ihre Häuser.
Hilfe aus dem Ausland im Einsatz
Bei 538 der 692 Brände, die dem nationalen Notfallzentrum gemeldet wurden, kamen staatliche Kräfte zum Einsatz. Unterstützung kam auch aus dem Ausland: Unter anderem wurden sieben Fluggeräte, 192 Feuerwehrleute und 49 Spezialfahrzeuge aus Griechenland, Italien, Serbien und der Türkei mobilisiert.
Besonders schwer traf es Los Gallardos in der Provinz Almería. Dort starben 15 Menschen. Bei Löscharbeiten in Las Peñas de Riglos in der Provinz Huesca kam zudem ein Angehöriger der militärischen Notfalleinheit ums Leben. Ob die verlängerte Einsatzbereitschaft konkrete Folgen für Mallorca hat, geht aus den Angaben des Zivilschutzes nicht hervor.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com