Wartelisten in Spanien: García erwartet Blockade
In Spanien soll künftig nachvollziehbar sein, wie lange Patienten vom ersten Besuch in der Primärversorgung bis zu einer Behandlung oder Operation warten. Doch Gesundheitsministerin Mónica García bezweifelt, dass die autonomen Gemeinschaften ihren Vorschlägen am Freitag, 23. Oktober, zustimmen. Das sagte sie am 15. Oktober bei einer Gesundheitsveranstaltung der Nachrichtenseite elDiario.es. Über die Pläne soll der Interterritoriale Rat des Nationalen Gesundheitssystems beraten.
García vermutet hinter dem Widerstand politische und parteitaktische Interessen. Die Regionen nutzten Wartelisten zur politischen Auseinandersetzung, statt sie als Werkzeug zur Steuerung des Gesundheitssystems zu behandeln, sagte sie.
Die Ministerin will den gesamten Weg eines Patienten erfassen: vom Besuch in der Primärversorgung bis zur Behandlung oder Operation. Die Wartezeit beginne nicht erst zu zählen, wenn ein Chirurg eine Operation ankündige. García kritisierte zudem, dass die autonomen Gemeinschaften darum konkurrierten, wer die kürzesten Wartelisten habe.
Themen: Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com