Wartelisten in Spanien: Gesundheitsrat lehnt Reform ab
Neue Regeln für die Erfassung von Wartelisten im spanischen Gesundheitswesen kommen vorerst nicht voran. Am Freitag, 23. Oktober, teilte Gesundheitsministerin Mónica García mit, dass der Interterritoriale Rat des Nationalen Gesundheitssystems den Entwurf für ein königliches Dekret abgelehnt hat. Die Regionen unter Führung der konservativen Volkspartei PP hätten dagegen gestimmt, sagte García. Sie nannte das „politische Verantwortungslosigkeit“.
Wartezeiten sollen genauer erfasst werden
Der Entwurf sieht vor, Daten künftig vierteljährlich statt alle sechs Monate zu melden – mit Angaben für jeden einzelnen Monat. García zufolge sollen die Daten zudem digital überprüft und Teil der offiziellen Statistik werden. So soll öffentlich nachvollziehbar sein, wie lange Menschen bis zum Abschluss einer Behandlung tatsächlich gewartet haben.
Entwurf soll öffentlich werden
García kündigte an, den Entwurf in eine öffentliche Anhörung zu geben. Dann könnten Bürger den Text einsehen. Für die geplanten Vorgaben brauche es jedoch die Zustimmung des Interterritorialen Rates. García wirft den PP-geführten Regionen vor, mit ihrer Ablehnung weiterhin geschönte Wartelisten zu ermöglichen.
Themen: Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com