57 Patienten in Madrid: OP-Priorität offenbar herabgestuft
57 Patientinnen und Patienten am Hospital Ramón y Cajal in Madrid sollen auf einen späteren OP-Termin gerutscht sein. Zwei leitende Ärzte sollen laut der Zeitung „El País“ ihre Dringlichkeit herabgesetzt haben. Die Änderungen seien ohne Wissen der Chirurgen erfolgt.
Von bevorzugt auf normal gesetzt
Betroffen waren dem Bericht zufolge 57 Menschen auf der Warteliste der Orthopädie und Unfallchirurgie. Sie wechselten von der bevorzugten Priorität, bei der eine Operation vor 90 Tagen erfolgen soll, in die normale Kategorie mit einer Frist von 180 Tagen.
Die Verantwortlichen hätten dadurch mehr Zeit gewonnen, um die Patienten innerhalb der vorgegebenen Frist zu operieren. „El País“ stützt die Darstellung nach eigenen Angaben auf Dokumente und E-Mails.
Ministerium plant neue Kontrollregeln
Gesundheitsministerin Mónica García erwartet nun, dass die autonomen Gemeinschaften neue Kriterien für Transparenz und Nachverfolgbarkeit bei Wartelisten billigen. Das Ministerium hatte die Indikatoren im Juli bereits dem Interterritorialen Rat des Nationalen Gesundheitssystems vorgelegt.
Die Regionen baten damals um mehr Zeit. García kündigte an, die Regeln in den kommenden Wochen erneut vorzulegen. Sie sollen den Weg für ein neues Dekret zu Wartelisten ebnen, das die Regelung von 2003 ersetzen soll.
Mit dem neuen System soll nachvollziehbar werden, was mit jedem Patienten vom Eintrag auf die Warteliste bis zur Untersuchung oder Operation geschieht. García sagte, das erschwere es, Warteschlangen zu manipulieren oder Wartezeiten zu verbergen.
Themen: Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com