Sa Pobla: Koalition lehnt Antrag für Wasseranschluss ab
Der geplante Wasseranschluss für Sa Pobla auf Mallorca sorgt im Gemeinderat für Streit. Die Regierungskoalition lehnte einen Antrag der konservativen Volkspartei (PP) zu Leitungsarbeiten ab. Das kritisierte die PP am 29. September 2026.
Der Antrag forderte, dass die Gemeinde eine Leitung vom Wasserwerk bis zum vereinbarten Anschlusspunkt baut. Damit soll Sa Pobla an das übergeordnete Trinkwassernetz angeschlossen werden. Der PP zufolge hatte sich die Gemeinde gegenüber der öffentlichen Einrichtung Abaqua bereits zu den Arbeiten verpflichtet. PP-Sprecherin Pedrona Seguí nannte das Nein deshalb „schwer zu verstehen“.
Die PP verweist auf ein Protokoll, das die Regionalregierung und die Gemeinde am 22. Mai 2025 für den Anschluss unterzeichneten. Das Projekt sieht für Sa Pobla einen neuen Speicher mit 6.000 Kubikmetern Fassungsvermögen, eine Pumpstation und etwa 3.200 Meter Rohrleitung vor.
Nach Darstellung der PP gibt es innerhalb der Koalition aus Independents per Sa Pobla, MÉS per Sa Pobla, PSOE und Coalició per Mallorca unterschiedliche Auffassungen zur Versorgung mit entsalztem Wasser. Die Partei sieht in dem Anschluss eine Möglichkeit, die künftige Versorgung zu sichern und die Grundwasservorkommen zu entlasten. Ob und wie die Gemeinde die Leitungsarbeiten nun angeht, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com