Wasserbus nach Portitxol: MÉS warnt vor Touristenflut
Ein Wasserbus bis Portitxol in Palma: Diese geplante Verbindung sorgt für Streit um den Tourismus im Wohngebiet Molinar. MÉS per Palma kritisierte den Plan am Donnerstag, 1. Oktober. Die Partei wirft der Volkspartei (PP) und der Hafenbehörde der Balearen vor, vor allem Kreuzfahrtgäste statt der Einwohner im Blick zu haben.
Kreuzfahrtlinien sollen zuerst starten
Nach dem von der Hafenbehörde angekündigten Zeitplan sollen die Linien 2 und 3 am 1. November den Betrieb aufnehmen. Sie sind laut MÉS vor allem auf Kreuzfahrtgäste ausgerichtet. Linie 1, die auch der Allgemeinheit offensteht und spezielle Abos für Einwohner vorsieht, soll erst später starten.
Der vorläufige Betreiber hat sich laut MÉS verpflichtet, mindestens 300 Passagiere pro Stunde zwischen dem Kreuzfahrtterminal und Palmas Zentrum zu befördern. Bürgermeisterkandidat David Pujol sieht darin einen Beleg für seine Kritik: Der Wasserbus diene eher den Wegen der Kreuzfahrtgäste als dem alltäglichen Verkehr in Palma.
Sorge um Molinar
MÉS befürchtet, dass die geplante Verbindung nach Portitxol den touristischen Druck bis nach Molinar trägt. Die Partei fordert stattdessen, den täglichen Verkehr der Einwohner, weniger Autoverkehr und Alternativen zum privaten Wagen in den Vordergrund zu stellen.
Auch andere Unternehmen aus dem maritimen Sektor hätten öffentlich die Sorge geäußert, dass aus dem Wasserbus ein Angebot für touristische Bootsausflüge werden könnte, berichtet MÉS. Sie forderten, diese Möglichkeit bei der neuen Ausschreibung zu begrenzen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com