Menorca: Weniger Besucher an Fundstätten sorgen für Streit
An Menorcas archäologischen Fundstätten ist die Besucherzahl leicht gesunken, vor allem in der Hochsaison. Darüber streiten am Donnerstag, 8. Oktober, die konservative PP und die sozialistische PSIB. Die PP wirft der PSIB vor, den Rückgang zu kritisieren und zugleich weniger Tourismus zu fordern.
Wer für Besucherwerbung zuständig ist
Die Agentur Menorca Talaiòtica soll die Fundstätten laut PP erhalten, erforschen und ihre Bedeutung vermitteln. Für touristische Werbung seien dagegen die Abteilung für Tourismusförderung und die Stiftung Fomento del Turismo de Menorca zuständig. Das talayotische Erbe Menorcas gehört seit 2023 zum Unesco-Welterbe.
PP-Sprecher Joan Pons hält der PSIB vor, die Aufgaben der Agentur nicht zu kennen. Den Erfolg beim Schutz des Erbes allein an Besucherzahlen zu messen, greife zu kurz: Entscheidend seien auch der Zustand der Stätten und Fortschritte bei der Forschung.
PP verweist auf Personal und Investitionen
Als die PP 2023 die Regierung übernahm, hatte die Agentur nach Angaben der Partei einen eigenen Mitarbeiter. Heute seien es zwei. Ihr Budget liege bei etwa zwei Millionen Euro. Für Erhaltung, Restaurierung und Forschung habe sie in dieser Amtszeit Vorhaben im Wert von mehr als 1,5 Millionen Euro angestoßen.
Pons weist damit den Vorwurf zurück, die Agentur werde geschwächt. Seine Priorität sei nicht, die Besucherzahlen um jeden Preis zu erhöhen, sondern das Welterbe zu erhalten und zu erforschen.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com