Palma: Polizei entfernt Zäune, Wohn-Protestcamp bleibt
Auf der Plaza de España in Palma auf Mallorca bleibt das Protestcamp für Wohnraum stehen. Die Teilnehmer wollen es nach dem Einsatz der Stadtpolizei am Dienstag nicht abbauen. Beamte entfernten Absperrungen und weitere Gegenstände und stellten die Personalien einiger Camper fest.
Camper wollen ihren Protest fortsetzen
Die Initiative Acampada per l'Habitatge nennt den Polizeieinsatz „verabscheuungswürdig“. Er gebe den Campern „mehr Kraft“, weiterzumachen. Unter ihnen seien ältere Menschen, Menschen ohne Wohnung und Personen mit eingeschränkter Mobilität, erklärt die Initiative. Sie wirft der Stadt vor, das Versammlungsrecht zu verletzen.
Nach dem Einsatz beschlossen die Camper in einer außerordentlichen Versammlung, ihr Programm fortzusetzen. Sie bereiten sich auch auf den Generalstreik am 11. November vor. Falls die Stadtpolizei und der städtische Dienstleister Emaya die entfernten Gegenstände zurückgeben, wollen sie diese wieder aufstellen.
Bürgermeister fordert Räumung
Palmas Bürgermeister Jaime Martínez forderte die Vertretung der spanischen Regierung auf den Balearen am Dienstag auf, das Camp räumen zu lassen. Die Stadtpolizei werde Verfahren wegen Verstößen gegen städtische Vorschriften einleiten, kündigte er an.
Das Rathaus begründet seine Haltung auch mit der Nutzung des Platzes: Dort gingen täglich rund 50.000 Menschen entlang. Das Camp erschwere Reinigung und Instandhaltung und schränke die Nutzung des öffentlichen Raums ein. Absperrungen und ein nicht genehmigter Stromanschluss könnten nach Angaben der Stadt zudem Schäden verursachen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com