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Wohnen bleibt Spaniens Problem Nummer eins, Migration fällt

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Die Sorge ums Wohnen bleibt in Spanien größer als alle anderen Probleme. Im September nennen 37,5 Prozent der Befragten die Wohnungssituation – trotz eines Rückgangs um 5,5 Punkte seit Juli.

Archivo - Manifestación del 27J por la vivienda en Málaga.
Europa Press

Das Barometer des Centro de Investigaciones Sociológicas (CIS) zeigt zugleich: Die Wirtschaftskrise rückt auf Platz zwei vor. Die Migration fällt nach der Krise in Ceuta von Platz zwei auf Platz drei.

Wirtschaftssorge wächst, Migration verliert an Gewicht

21,6 Prozent nennen die Wirtschaftskrise als eines der größten Probleme Spaniens. Im Juli waren es noch 17,3 Prozent, damals lag sie auf Platz fünf.

Die Nennungen zur Migration sinken dagegen von 23,4 auf 19,7 Prozent. Die Kategorie „Krise mit Marokko. Grenzen von Ceuta und Melilla“ nennen lediglich 4,8 Prozent. Das CIS führte die September-Umfrage nach der massenhaften Einreise von Migranten nach Ceuta Ende Juli durch.

Auch die Sorge über Regierung und Parteien legt deutlich zu: 18,8 Prozent nennen sie als Problem, fast sieben Punkte mehr als im vorherigen Barometer. Damit erreicht dieser Wert laut CIS einen neuen Rekord und übertrifft die 18,1 Prozent vom Mai 2025.

Persönlich trifft viele die Wirtschaftskrise

Bei den Problemen, die Befragte unmittelbar betreffen, steht die Wirtschaftskrise mit 30,1 Prozent an erster Stelle. Wohnen folgt mit 27,9 Prozent, danach kommen Gesundheit mit 20,1 Prozent und die Qualität der Arbeit mit 16,4 Prozent.

56,2 Prozent bewerten die wirtschaftliche Lage Spaniens als „schlecht oder sehr schlecht“. Die eigene finanzielle Lage sehen 64,6 Prozent dagegen als gut oder sehr gut. Jeder Vierte sagt, dass er persönlich eine schwierige Zeit durchmacht.

Die Sorge über Kriminalität sinkt von 6,4 auf 3,9 Prozent. Auch Korruption und Betrug verlieren stark an Gewicht: Nach 17,8 Prozent im Juli nennen das Thema im September noch 6,5 Prozent.

Themen: Migration · Gesundheit · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com