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Spanien: Für 54 Prozent ist Wohnen eine Top-Sorge

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

In Spanien verschieben manche den Kinderwunsch, weil ihnen das Geld für einen Wohnungswechsel fehlt. Wohnen zählt 2026 für 54 Prozent der Befragten zu den zwei größten Sorgen – im Vorjahr waren es 42 Prozent. Das zeigt ein Barometer des Consejo General de la Arquitectura Técnica de España und GAD3, das die beiden am Donnerstag, dem 22. Oktober, in Madrid vorgestellt haben.

III Barómetro de Vivienda y Dignidad, presentado este jueves por el Consejo General de la Arquitectura Técnica de España (CGATE) y GAD3, en la Asociación de la Prensa de Madrid.
Europa Press

Damit liegt Wohnen vor der Gesundheitsversorgung mit 35 Prozent und der politischen Lage mit 33 Prozent.

Geld und fehlende Wohnungen bremsen den Umzug

Vier von zehn Befragten erwägen, innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Wohnung zu kaufen oder zu mieten. Viele sehen jedoch Hürden: 41 Prozent nennen wirtschaftliche oder berufliche Schwierigkeiten, 32 Prozent ein fehlendes passendes Angebot und 31 Prozent die Finanzierung.

Von denen, die aus Geldgründen nicht umziehen können, sorgen sich 38 Prozent um ihre persönliche oder familiäre Stabilität. 13 Prozent haben es aufgeschoben, Kinder zu bekommen; 12 Prozent haben eine Familiengründung vertagt oder verworfen. Unter den 18- bis 29-Jährigen brauchten 65 Prozent Hilfe, um auf eigenen Füßen zu stehen. In mehr als der Hälfte dieser Fälle kam das Geld aus der Familie.

Auch die eigene Wohnung macht Probleme

53 Prozent berichten von mindestens einem Problem mit ihrer Wohnung. Am häufigsten nennen sie Kälte oder Hitze durch schlechte Isolierung (26 Prozent), Lärm (18 Prozent) und Feuchtigkeit (16 Prozent). Jeder Vierte, der Verbesserungen benötigt, kann sie nicht bezahlen.

Für ein Drittel der Mieter sind die Voraussetzungen für eine Mietwohnung schwer zu erfüllen. Unter denen, die mehr als die Hälfte ihres Gehalts für die Miete ausgeben, sagen das 53 Prozent.

Was die Befragten fordern

Am häufigsten wünschen sich die Befragten mehr öffentliche Wohnungen zu bezahlbaren Mieten (25 Prozent). Dahinter folgen begrenzte Mietpreise (23 Prozent), niedrigere Steuern (20 Prozent) und mehr Bauland (16 Prozent).

Themen: Wohnen & Immobilien

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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