Immobilienpreise auf den Balearen steigen um 14,1 Prozent
Die Immobilienpreise auf den Balearen sind im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,1 Prozent gestiegen. Das geht aus Daten des Bewertungsunternehmens Tinsa hervor, die am 19. August veröffentlicht wurden.
Damit verzeichneten die Balearen und die Kanaren den stärksten Preisanstieg unter den untersuchten Küstenregionen Spaniens. An der spanischen Küste außerhalb der Provinzhauptstädte lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 1.992 Euro, ein Plus von 13,5 Prozent binnen eines Jahres.
Hoher Finanzierungsaufwand auf den Balearen
Der finanzielle Aufwand für das erste Jahr einer Hypothek erreichte auf den Balearen 59 Prozent des verfügbaren Einkommens eines durchschnittlichen Haushalts. Damit lag die Inselgruppe vor Málaga mit 57 Prozent und Alicante mit 46 Prozent; die empfohlene Höchstgrenze liegt laut Bericht bei 35 Prozent.
Tinsa sieht die knappe Verfügbarkeit von Wohnraum als wesentlichen Grund für den Preisdruck. Zugleich zeige die Nachfrage erste Anzeichen einer Abschwächung, während Ferienimmobilien wegen ihrer höheren Ertragsaussichten mit dem Angebot für dauerhaftes Wohnen konkurrierten.
Küstenorte über früheren Höchstständen
Real liegen die Immobilienwerte an der spanischen Küste laut Tinsa noch 30 Prozent unter den Höchstständen der Immobilienblase von 2007. Nominal haben jedoch fast 100 Gemeinden, vor allem auf den Balearen und Kanaren sowie in Alicante, Málaga, Cádiz und Pontevedra, die damaligen Werte bereits übertroffen.
Im Segment der Zweitwohnungen lag der geschätzte Durchschnittspreis bei 3.150 Euro je Quadratmeter und damit 11,6 Prozent über dem landesweiten Mittel. In 77 Prozent der untersuchten Küstenabschnitte sehen die Fachleute weiterhin Spielraum für steigende Preise, in den übrigen 23 Prozent Anzeichen für Stillstand oder ein mögliches Preismaximum.
Mehr Neubau, aber weiter Ausrichtung auf Ferienwohnungen
In den Küstengemeinden wurden 2025 insgesamt 204.089 Immobilienverkäufe registriert, 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verkäufe an ausländische Käufer gingen insgesamt um 3 Prozent zurück, während sie an der atlantischen Küste Andalusiens und an der Nordküste zulegten.
Die Zahl der Neubau-Genehmigungen an der Küste stieg um 21,7 Prozent auf 29.101 Lizenzen. Auf den Inseln nahm sie um 39 Prozent zu. Nach Einschätzung von Tinsa konzentriert sich die Bautätigkeit dennoch überwiegend auf das rentablere Feriensegment und verringert den Zugang zu Wohnraum für die lokale Bevölkerung nicht ausreichend.
Themen: Wohnen & Immobilien · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com