Balearen: MÉS prangert über 100.000 leere Wohnungen an
600 Euro für ein Zimmer: Mit diesem Beispiel beschreibt MÉS-Sprecher Lluís Apesteguia am 21. Oktober 2026 die Wohnungsnot auf den Balearen. In Palma greift er im Parlament Regionalpräsidentin Marga Prohens an. Nach seinen Angaben stehen auf den Inseln mehr als 100.000 Wohnungen leer; hinzu kommen mehr als 100.000 Zweitwohnsitze.
MÉS will Spekulation bremsen
Apesteguia wirft der Regierung vor, beim Wohnungsproblem vor allem auf Neubauten und Steuersenkungen für Menschen zu setzen, die sich bereits eine Wohnung leisten können. Entscheidend sei aber, wie bestehende Häuser genutzt werden. In manchen Orten, sagt er, würden Wohnungen nur noch wochenweise vermietet.
MÉS per Mallorca hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der das Baurecht der Balearen ändern soll. Die Partei will damit die Wohnnutzung von Grundstücken sichern und Spekulation verhindern. Apesteguia kritisiert zudem eine Gesetzesänderung, die Investmentfonds den Kauf preisgebundener Wohnungen ermöglicht.
Höchstens 13 Millionen Touristen als Ziel
Auch die Lebenshaltungskosten nimmt MÉS ins Visier. Die Partei schlägt einen Höchstpreis für Benzin vor: Er soll den Preis auf dem spanischen Festland um nicht mehr als 5 Prozent übersteigen. Außerdem fordert sie einen eigenen Mindestlohn für die Inseln.
Für den Tourismus auf den Balearen verlangt Apesteguia einen Zehnjahresplan. Sein Ziel sind 13 Millionen Touristen. Eine höhere Tourismussteuer soll nach dem Vorschlag jährlich 120 Millionen Euro für andere Wirtschaftszweige einbringen. Bislang sind das Forderungen von MÉS, keine beschlossenen Maßnahmen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com