Vox fordert Vorrang für Spanier bei Wohnungen in Eivissa
Bei den geplanten Mietwohnungen in Ca n'Escandell in Eivissa dürfen sich rechtmäßig in ganz Spanien wohnhafte Menschen bewerben. Erst nach dem Zuschlag für einen Mietvertrag müssen sie sich in der Stadt anmelden. Vox kritisiert diese Regel am Freitag und fordert bei öffentlichen Wohnungen einen nationalen Vorrang für Spanier.
Wohnungsministerin Isabel Rodríguez hatte am Donnerstag erklärt, dass die Wohnungen nicht ausschließlich für Menschen aus Eivissa reserviert sind. Vox befürchtet deshalb, dass auch Personen profitieren könnten, die nicht dauerhaft in der Stadt leben.
Vorrang für Spanier und Verwurzelung als Kriterium
Die Partei verlangt ausdrücklich eine nationale Priorität für Spanier. Zusätzlich soll eine nachweisbare, tatsächliche und längere Verwurzelung in Eivissa bei der Vergabe eine wichtige Rolle spielen. Dazu zählt Vox die Dauer des Wohnens in der Stadt und die Anmeldung im Einwohnerregister.
Vox verweist darauf, dass das Rathaus bereits Grundstücke für bezahlbare Wohnungen für Beschäftigte im Gesundheitswesen bereitgestellt habe. Außerdem würden Wohnungen ausschließlich für Beschäftigte der autonomen und staatlichen Verwaltung vorbereitet.
Kritik an offenen Vergaberegeln
Sorge bereitet Vox auch, dass die endgültigen Kriterien von Casa 47 Menschen ohne vorherige Verbindung zur Insel den Zugang ermöglichen könnten. Die Partei verlangt klare Angaben dazu, welches Gewicht Nationalität, Aufenthalts- und Meldezeit, Arbeits- und Familiensituation sowie weitere Kriterien für die Verwurzelung erhalten.
Die Reise der Ministerin nach Eivissa nennt Vox eine „tomadura de pelo“, also eine Täuschung. Nach Ansicht der Partei fehlen weiter grundlegende Angaben zu Eigenschaften und Preisen der Wohnungen, zu den Vergaberegeln und zum Zeitpunkt, ab dem sie bezogen werden können.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com