Spanien: Sánchez prüft Neuwahl nach Veto beim Wohnen
Im spanischen Parlament in Madrid scheitern am Freitag, 2. Oktober 2026, zwei Dekrete zur Wohnungspolitik. Ministerpräsident Pedro Sánchez will nun am Wochenende entscheiden, ob er vorgezogene Neuwahlen ansetzt. Nach Angaben aus dem Regierungssitz Moncloa will er dafür auch die Reaktion auf angekündigte Wohnungsproteste abwarten.
Die Dekrete enthielten unter anderem ein Verbot von Zwangsräumungen, Beschränkungen beim Wohnungskauf durch Investmentfonds sowie Hilfen für Käufer. PP, Junts, Vox und UPN stimmten dagegen. Sánchez warnte PP und Junts nach der Abstimmung: „Die Geschichte wird sie früher beurteilen, als sie glauben.“ Regierungsquellen werfen den Parteien vor, die Folgen ihres Votums unterschätzt zu haben.
Für Samstag sind Wohnungsproteste in mehr als 50 Städten angekündigt. Sollte Sánchez das Parlament auflösen, wäre laut der Meldung der 29. November der mögliche Wahltermin. Zuvor müsste er König Felipe VI. über den Schritt informieren.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com