Ibiza: 43,18 Prozent Wohnungsdefizit trotz Neubauten
Auf Ibiza wächst die Bevölkerung seit Jahren viel schneller als die Zahl der Wohnungen. In den vergangenen 25 Jahren stieg die Einwohnerzahl um fast 83 Prozent, die Zahl der Wohnungen dagegen nur um knapp 40 Prozent. Daraus ergibt sich laut dem balearischen Wohnungsobservatorium ein Wohnungsdefizit von 43,18 Prozent. Die Zahlen stehen auf einer Website, die am Dienstag, 29. September 2026, auf Ibiza vorgestellt wurde.
Mehr Neubauten, hohe Kaufpreise
Der Wohnungsbau legt inzwischen zu: 2025 wurden auf Ibiza 853 neue Wohnungen genehmigt, nach 685 im Jahr zuvor. Das entspricht einem Plus von 24,5 Prozent. Bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern war 2025 das stärkste Baujahr seit 2008.
Auch die Kaufpreise zeigen, wie angespannt der Markt ist. Im Durchschnitt zahlten Käufer 396.353 Euro für eine Wohnung oder ein Haus. Ausländische Käufer zahlten im Schnitt 653.786 Euro – 65 Prozent mehr. In der Gemeinde Eivissa lagen die Preise in Immobilienanzeigen zudem rund 32 Prozent über den tatsächlichen Verkaufspreisen.
Mehr als 1.200 bezahlbare Wohnungen geplant
Die balearische Regierung plant auf Ibiza mehr als 1.200 bezahlbare Wohnungen für Einwohner. Dazu gehören mehr als 400 öffentlich geförderte Wohnungen des balearischen Wohnungsinstituts Ibavi. Die Regierung arbeitet bei dem Vorhaben mit Gemeinden, dem Inselrat und privaten Unternehmen zusammen. Die Wohnungen sind bislang geplant; wie schnell sie entstehen, geht aus den Angaben nicht hervor.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com