Wohnungsdekrete kippen: Ökonomen fordern mehr Wohnraum
Das spanische Parlament in Madrid bestätigt die Wohnungsdekrete am Freitag, 2. Oktober 2026, nicht. Der spanische Ökonomenrat Consejo General de Economistas sieht darin eine Chance für eine breiter angelegte, langfristige Wohnungspolitik. Seine wichtigste Forderung: Das Angebot an Wohnraum muss wachsen.
Mehr Wohnungen statt nur neuer Regeln
Der Ökonomenrat warnt davor, allein die Verteilung der vorhandenen Wohnungen zu regeln. Er fordert einen Plan, der Bauland verfügbar macht, Baugenehmigungen beschleunigt und den öffentlichen sowie sozialen Wohnungsbestand vergrößert. Auch industrielles Bauen und die Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft sollen helfen.
Schutz für Haushalte und bestehende Verträge
Gefährdete Haushalte brauchen nach Ansicht der Ökonomen ausreichende öffentliche Unterstützung. Diese Aufgabe dürfe nicht unverhältnismäßig bei privaten Vermietern landen. Zugleich fordert der Rat klare Übergangsregeln und will die Bedingungen bereits geschlossener Verträge grundsätzlich erhalten.
Für neue Vorschläge verlangt er genügend Zeit zur Debatte sowie eine Prüfung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Er bietet der Regierung und den weiteren zuständigen Verwaltungen seine Mitarbeit an.
Themen: Politik · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com