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Balearen: Streit um 10 Prozent Mehrwertsteuer auf Ferienwohnungen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Eine mögliche Mehrwertsteuer von 10 Prozent auf Ferienwohnungen sorgt auf den Balearen für Streit zwischen Regierung und Sozialisten. Am 6. Oktober wirft der sozialistische Abgeordnete Marc Pons der Balearen-Regierung im Parlament vor, die entsprechenden Wohnungsdekrete nicht zu unterstützen. Vizepräsident Antoni Costa hält dagegen: Eine Bestätigung der Dekrete durch den Ständigen Ausschuss des spanischen Kongresses wäre aus seiner Sicht ein „Betrug an der Demokratie“.

Archivo - Vista de la sala durante la reunión de la Diputación Permanente del Congreso de los Diputados.
Europa Press

Streit um Ferienwohnungen und Steuern

Pons wirft der Regierung vor, bei der Wohnungsknappheit und der Überlastung durch Tourismus wegzusehen. Eine Mehrwertsteuer von 10 Prozent auf Ferienwohnungen würde nach seiner Berechnung 100 Millionen Euro zusätzlich einbringen. Die Hälfte davon würde an die Balearen-Regierung gehen. Er kritisiert, dass die Volkspartei im Kongress gegen die Erhöhung gestimmt habe.

Pons bringt auch die rund 20.000 Ferienwohnungen auf den Balearen ins Spiel: Würden sie dauerhaft vermietet, könnte das aus seiner Sicht die Wohnungssuche erleichtern. Costa verweist dagegen darauf, dass die Balearen Wohnungen für Urlauber in Mehrfamilienhäusern verboten hätten. In der laufenden Legislaturperiode gebe es zudem rund 5.000 Ferienwohnungen weniger als in der vorherigen.

Auch Mietverträge und Inflation Thema

Der sozialistische Abgeordnete Llorenç Pou kritisiert die Haltung der Volkspartei zu den Wohnungsdekreten ebenfalls. Nach seinen Angaben betreffen sie 69.000 Familien auf den Balearen, deren Mietverträge verlängert werden müssen.

Pou fordert außerdem Maßnahmen gegen die Inflation. Costa entgegnet, die Regierung beobachte die Lage und spreche mit betroffenen Wirtschaftszweigen. Erste Hilfen aus einem bereits beschlossenen Paket würden ausgezahlt.

Themen: Wohnen & Immobilien · Umwelt · Tourismus · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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