Mallorcas Wohnungsnot trifft jetzt auch Firmen
Auf Mallorca wird die Wohnungsnot inzwischen auch für Firmen zum Hindernis. Das erklärte der Unternehmerverband Pimem am Freitag, 2. Oktober, in einer Mitteilung. Verbandspräsident Jordi Mora sieht Folgen für den Betrieb der Unternehmen und ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Mehr Menschen, zu wenig Wohnungen
Mallorcas Bevölkerung wächst laut Mora jedes Jahr um 20.000 Menschen. Zugleich sei das Wohnungsangebot deutlich zu klein für die weiter steigende Nachfrage. Pimem hält Mallorca faktisch für einen stark angespannten Wohnungsmarkt, auch wenn die Insel offiziell nicht als solcher eingestuft ist.
Kritik an den abgelehnten Dekreten
Die Wohnungsdekrete, die das spanische Abgeordnetenhaus am Freitag ablehnte, hätten nach Ansicht von Pimem keines der strukturellen Probleme gelöst. Mora spricht sich dafür aus, Geschäfte sogenannter Geierfonds zu erschweren. Das allein helfe Bewohnern aber nicht: Die Fonds investierten in die Umwandlung von Wohnungen für Luxus oder Tourismus statt in Wohnraum für Einwohner.
Pimem fordert schnellere Verfahren mit Rechtssicherheit und eine geringere Steuerlast beim Zugang zu Wohnraum. Öffentliche Bürgschaften sollen zudem die Finanzierung der ersten Wohnung erleichtern – für alle Einwohner, nicht nur für junge Menschen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com