Wohnungsprotest in Palma: 150 beraten neue Demo
Rund 150 Menschen kommen am Dienstag, 29. September, auf der Plaza de España in Palma auf Mallorca zusammen. Bei der Versammlung des Wohnungs-Protestcamps „Acampada por una vivienda para todos“ beraten sie über eine mögliche neue Demonstration am Samstag. Joan Segura, Sprecher von Stop Desnonaments Mallorca und Teilnehmer des Camps, will das Camp als Ort für die weitere Organisation beibehalten.
Warum das Protestcamp weitermacht
Segura zufolge enthalten zwei von der spanischen Regierung vorgelegte Dekrete nach Medienberichten dieselben Maßnahmen, die schon Ende Juli geplant waren. Er wirft der Regierung vor, die Proteste mit den getrennt vorgelegten Dekreten eindämmen zu wollen. Zudem befürchtet er, dass der Kongress die Maßnahmen nicht bestätigt.
Die Aktivisten wollen deshalb weiter Druck auf die spanische Regierung, die Oppositionsparteien und die Regionalregierung der Balearen ausüben. Segura fordert grundlegende Änderungen statt Maßnahmen, die aus seiner Sicht nur die Folgen abmildern.
Was die Aktivisten fordern
Zu den Forderungen gehören eine unbefristete Verlängerung von Mietverträgen und Maßnahmen gegen missbräuchliche Saisonmieten. Solche Mietverhältnisse sollen nach ihrem Willen zu langfristigen Verträgen werden. Außerdem verlangen die Aktivisten rund 50 Prozent niedrigere Mieten und ein Verbot von Räumungen ohne gerechtfertigten Grund.
Auch ein Generalstreik steht bei anderen Wohnungs-Protestcamps zur Debatte. Segura hält ihn für notwendig, stellt aber klar: Das Camp in Palma wird ihn nicht selbst ausrufen.
Themen: Streiks · Wohnen & Immobilien · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com