Madrid: Mieterbund ruft zum Wohnungsstreik am 11. November
Am 11. November soll ein Generalstreik den Kampf um Wohnraum über Mieterinitiativen hinaus tragen. Dafür wirbt die Madrider Mietergewerkschaft Sindicato de Inquilinas de Madrid. Ihre Sprecherinnen stellten den Plan am Donnerstag, 22. Oktober, bei einem Treffen mit Journalisten vor. Sie sehen den Streik als Protest gegen ein System, das aus ihrer Sicht von Mieten profitiert, und werfen staatlichen Institutionen vor, dieses System zu stützen.
Der Streik soll nach Darstellung der Gewerkschaft der gesamten Bevölkerung gehören. Ihr Ziel ist es, Wohnen zu einem öffentlichen Gut statt zu einer Ware zu machen. Dafür reiche der Einsatz für das Recht auf Wohnen allein nicht aus: Auch andere gesellschaftliche Bereiche, etwa öffentliche Dienstleistungen, müssten Teil der gemeinsamen Antwort sein.
Die Initiative entstand nach Angaben der Sprecherinnen vor mehr als einem Jahr. Nun wollen sie mit Arbeitnehmer-Gewerkschaften und sozialen Organisationen landesweit mobilisieren. Auch junge Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte will die Gewerkschaft stärker einbinden. Auf huelgaporlavivienda.org informiert sie laufend über Aktivitäten vor dem Streik.
Themen: Wohnen & Immobilien
Quelle: Europa Press / Mallorca.com