Balearen: Castells wirft Prohens Versagen beim Wohnen vor
Nach der Rede von Regierungschefin Marga Prohens in der Generaldebatte fällt in Palma auf Mallorca ein hartes Urteil über ihre Wohnungspolitik. Am 20. Oktober wirft ihr Josep Castells, Abgeordneter von Més per Menorca, Versagen beim Wohnen und mangelnde Glaubwürdigkeit vor. Das sagte er auf einer Pressekonferenz nach der Rede.
Aus Castells’ Sicht hat Prohens bereits Umgesetztes und bislang nur Gedachtes vermischt. Als Beispiel nennt er das Konservatorium von Maó auf Menorca: Das sei „noch nicht einmal gezeichnet“. Auch die von Prohens hervorgehobenen Steuersenkungen und Stipendien für Auslandsstudien erreichten nach seiner Darstellung nur sehr wenige Menschen.
Besonders scharf kritisiert Castells die Wohnungsmaßnahmen. Prohens verweise auf Schritte, die innerhalb von 100 Tagen ergriffen worden seien, sich aber weiterhin nur in der Planung befänden, sagt er. Die angekündigte Gesetzesänderung, mit der Mittel aus der Steuer für nachhaltigen Tourismus in die Wohnungspolitik fließen sollen, begrüßt seine Partei dagegen. Castells nennt sie eine Korrektur von Prohens’ bisheriger Politik und sagt, Més per Menorca habe diesen Schritt selbst vorgeschlagen.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com