Mallorca: Ein Gleis bremst Züge mit weniger Stopps
Auf der Strecke von Manacor auf Mallorca nach Palma könnten künftig Züge mit weniger Stopps fahren. Die Regierung der Balearen will solche Verbindungen auch nach sa Pobla auf Mallorca prüfen. Mobilitätsminister José Luis Mateo nannte am 29. September 2026 im Parlament jedoch ein Hindernis: einen eingleisigen Abschnitt auf der Strecke nach Manacor.
Warum die Strecke die Pläne bremst
Auf dem Abschnitt nach Manacor können Züge in entgegengesetzter Richtung einander nicht kreuzen. Zwischen Petra auf Mallorca und Manacor fließen deshalb 6,7 Millionen Euro in den Ausbau. Nach Abschluss der Arbeiten könnten sich die Zugfrequenzen dort laut Mateo bis zu verdoppeln.
Der Druck auf das Bahnnetz wächst: Die Züge von Serveis Ferroviaris de Mallorca beförderten 2022 sieben Millionen Fahrgäste, 2025 waren es zwölf Millionen. Mateo erklärte, frühere Verbindungen mit weniger Stopps seien gestrichen worden, weil sie bei dichteren Fahrplänen auf Züge trafen, die an jeder Station hielten. Das habe Verspätungen nach sich gezogen.
Vorschläge für schnellere Verbindungen
Der Abgeordnete Ferran Rosa von MÉS per Mallorca fordert Überholmöglichkeiten auf zweigleisigen Abschnitten. So könnten Züge mit weniger Stopps an solchen vorbeifahren, die überall halten. Er schlug zudem Änderungen an Bahnhöfen und die Beseitigung von Bahnübergängen vor.
Mateo will die Vorschläge von Fachleuten prüfen lassen. Für ihre Umsetzung brauche die Regierung nach seinen Worten aber ein Eisenbahnabkommen mit der spanischen Regierung, um mehr Mittel zur Verfügung zu haben. Ob und wann Züge mit weniger Stopps fahren, ist damit offen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com