Zugunglück bei Urda: 15 ausländische Tote, Image leidet
Bei dem Zugunglück in Urda in der Provinz Toledo kamen 15 Menschen mit einer anderen als der spanischen Staatsangehörigkeit ums Leben. Am Mittwoch warnte Carlos Garrido, Präsident der Mesa del Turismo de España, vor einem Schaden für Spaniens Ruf als sicheres Reiseziel. Er fordert einen Plan für mehr Sicherheit und Investitionen in die Infrastruktur.
Fernreisende könnten umplanen
Garrido hält es noch für zu früh, die Folgen des Unglücks für die Nachfrage zu beziffern. Besonders Reisende aus Asien sowie Nord- und Lateinamerika könnten ihre Pläne überdenken. Sie buchen häufig längere Aufenthalte mit mehreren Stationen in Spanien. Klarheit erhofft sich Garrido von den jährlichen Buchungszahlen der Reiseveranstalter.
Sorge um die Strecke Madrid–Barcelona
Garrido warnt auch vor einer möglichen längeren Sperrung der Schnellzugstrecke Madrid–Barcelona für eine umfassende Erneuerung. Das wäre nach seiner Einschätzung kritisch für Geschäftsreisen, Kongresse sowie Hotels, Restaurants und weitere Betriebe. Auf der Strecke verkehren täglich mehr als 60 Züge verschiedener Betreiber; sie zählt 14,4 Millionen Reisende im Jahr. Nach Garridos Ansicht könnten Flugzeuge die Nachfrage bei einer Sperrung nicht auffangen.
Garrido fordert mehr Sicherheit
Der Tourismusvertreter verlangt einen umfassenden Sicherheits- und Investitionsplan sowie eine engere Abstimmung von Politik und Privatwirtschaft. Außerdem will er den Flug- und Straßenverkehr als Alternativen stärken, falls Zugverbindungen ausfallen.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com