Mallorca trauert: 69 Tote bei Zugunglück in Toledo
An den Gleisen des Bahnhofs von Palma auf Mallorca stehen am Donnerstagmorgen rund 100 Menschen für eine Schweigeminute. Sie gedenken der Opfer des Zugunglücks vom Mittwoch in Urda (Toledo), bei dem 69 Menschen ums Leben kamen und mehr als 100 verletzt wurden. Unter den Teilnehmenden sind Mallorcas Regierungschefin Marga Prohens und Beschäftigte der Serveis Ferroviaris de Mallorca, der mallorquinischen Bahngesellschaft.
Was Prohens zu Mallorcas Zügen sagt
Nach der Schweigeminute richtet Prohens eine Botschaft der Unterstützung an die Bahnmitarbeiter und versichert den Fahrgästen, Sicherheit habe für ihre Regierung „absolute Priorität“. In den vergangenen drei Jahren habe sie 110 Millionen Euro in die Sicherheit der Züge sowie die Wartung von Gleisen und Waggons investiert.
Weitere 51 Millionen Euro habe die Regierung für das Sicherheitssystem ERTMS ausgegeben. In den Metrolinien sei es bereits installiert, auf den Zugstrecken solle es ab dem kommenden Jahr einsatzbereit sein.
Galmés fordert Aufklärung
Auch der Präsident des Inselrats von Mallorca, Llorenç Galmés, nimmt an der Schweigeminute teil. Er spricht den Familien der Toten und den Verletzten in den Krankenhäusern seine Solidarität aus. Der Inselrat biete bei Bedarf Unterstützung an, sagt Galmés. Zugleich fordert er eine gründliche Untersuchung der Unfallursache.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com