Zwangsräumung: Kleine Vermieter sollen Geld bekommen
Wenn eine Zwangsräumung wegen sozialer Notlage ausgesetzt wird, soll ein kleiner Vermieter automatisch Geld erhalten. Das fordert der Dachverband der spanischen Verwaltungsfachleute in einem Wohnungsbericht, den er am Dienstag, 13. Oktober, in Madrid vorgestellt hat. Die Zahlung soll laufen, bis die betroffenen Bewohner eine andere Unterkunft erhalten. Bislang ist das ein Vorschlag, keine beschlossene Regelung.
Wer das Geld bekommen soll
Nach dem Vorschlag sollen die autonomen Gemeinschaften die Entschädigung aus Sozialnothilfefonds bezahlen. Bei besonders vielen Fällen soll der Staat zusätzliche Mittel bereitstellen. Die Höhe soll sich an einer Referenzmiete am Markt orientieren.
Anspruch hätten nach dem Bericht natürliche Personen mit nur wenigen Wohnungen – als Richtwert nennt er etwa drei. Vermögensgesellschaften und große Wohnungseigentümer sollen ausgeschlossen bleiben. Einen rechtlichen Rahmen für die Entschädigung will der Verband innerhalb von 18 Monaten schaffen.
Auch beim Mieten soll sich etwas ändern
Der Bericht schlägt außerdem eine Absicherung gegen Mietausfälle und bestimmte Schäden vor. Verwaltung und Eigentümer sollen sich die Prämie teilen; auch das staatliche Kreditinstitut ICO und Versicherer sollen beteiligt sein.
Ferienähnliche Zeitmietverträge sollen künftig einen echten, belegbaren Grund haben, etwa Studium, Arbeit oder eine medizinische Behandlung. Fehlt dieser Grund, soll das Recht für gewöhnliche Mietverhältnisse gelten. Die Vorschläge gehören zu einem Plan für den Wohnungsmarkt über 20 Jahre.
Themen: Wohnen & Immobilien
Quelle: Europa Press / Mallorca.com