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87-Jährige in Madrid geräumt: Ara MÉS fordert Schutz auf Balearen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Maricarmen ist mit 87 Jahren in Madrid aus ihrer Wohnung geräumt worden. Ara MÉS nennt die Zwangsräumung am Freitag ein Beispiel für eine Wohnungsnot, die Tausende Menschen treffe. Die balearische Koalition fordert mehr Schutz für besonders verletzliche Menschen und Maßnahmen gegen Immobilienspekulation.

Nach Ansicht von Ara MÉS zeigt der Fall die Schwierigkeiten, bei Zwangsräumungen einen wirksamen Schutz zu gewährleisten – auch bei älteren Menschen in einer vulnerablen Lage. Die Koalition kritisiert, Wohnen sei zum Handelsgut im Interesse weniger geworden, statt als Grundrecht behandelt zu werden.

Druck auf dem Wohnungsmarkt

Spekulation, touristischer Druck und die Konkurrenz zwischen Wohnraum und anderen Nutzungen verschärften den Zugang zu Wohnungen, erklärte Ara MÉS. Neben Fällen wie Maricarmen und Olga könnten viele Menschen keine Miete bezahlen, nicht ausziehen oder lebten in ungeeigneten Wohnungen.

MÉS per Mallorca und Més per Menorca haben nach eigenen Angaben Gesetzesinitiativen im balearischen Parlament und im Kongress eingebracht. Sie sollen spekulative Käufe bekämpfen und dafür sorgen, dass Wohnungen zum Wohnen genutzt werden.

Forderung an Staat und Balearen-Regierung

Ara MÉS verlangt von Wohnungsministerin Isabel Rodríguez und der Zentralregierung gesetzliche sowie finanzielle Maßnahmen. Diese sollen vulnerable Menschen bei Zwangsräumungen besser schützen, Spekulation begrenzen und den öffentlichen Wohnungsbestand ausbauen.

Von den Regionalregierungen fordert die Koalition, ihre Zuständigkeiten im Wohnungsbereich zu nutzen. Auf den Balearen gehören dazu laut Ara MÉS die Prüfung und Bearbeitung von Anträgen für angespannte Wohnungsmärkte sowie politische Schritte für bezahlbaren Wohnraum der ansässigen Bevölkerung.

Themen: Wohnen & Immobilien · Tourismus · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com