Balearen: 119 Zwangsräumungen, 51,4 Prozent weniger
Gerichte auf den Balearen setzen im zweiten Quartal 2026 insgesamt 119 Zwangsräumungen durch – 104 davon wegen nicht gezahlter Miete. Das geht aus Zahlen des spanischen Generalrats der Justiz hervor. Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 sinkt die Zahl um 51,4 Prozent. Die Statistik umfasst die gesamten Balearen, nicht nur Mallorca.
Mietschulden stecken hinter den meisten Räumungen
Neben den 104 Räumungen wegen nicht gezahlter Miete gehen zehn auf nicht bediente Hypotheken zurück. Fünf haben andere Ursachen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sinkt die Zahl der Räumungen wegen Mietschulden um 49 Prozent, die wegen Hypothekenschulden um 67,7 Prozent.
Anträge sind nicht gleich vollzogene Räumungen
Daneben gingen im zweiten Quartal auf den Balearen 1.067 Anträge auf Räumung bei gemeinsamen Justizdiensten ein – 75,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Diese Zahl ist nicht mit den 119 vollzogenen Zwangsräumungen gleichzusetzen: Nicht jeder Gerichtsbezirk hat einen solchen Dienst, und ein Antrag bedeutet noch keinen Vollzug. Bei 338 der Anträge meldet die Statistik eine erfolgreiche Erledigung.
Auch landesweit ging die Zahl der vollzogenen Zwangsräumungen zurück: In ganz Spanien waren es im zweiten Quartal 2026 insgesamt 4.474, ein Rückgang um 35,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com