Mallorca: Drei Zwangsräumungen in Inca und Palma vertagt
Eine Mutter und ihre zwei Kinder können vorerst in ihrer Mietwohnung in Son Gotleu in Palma auf Mallorca bleiben. Ihre für Freitag geplante Zwangsräumung sei ausgesetzt, berichtet die Initiative Stop Desnonaments Mallorca. Auch zwei weitere Räumungen in Inca auf Mallorca und Palma seien vertagt worden. Sprecher Joan Segura sagt, das neue sogenannte Maricarmen-Dekret habe den Gerichten zusammen mit weiteren juristischen Argumenten als Grundlage gedient.
Inca: Familie hofft auf Vermittlung
In Inca betrifft die am Mittwoch ausgesetzte Räumung eine Familie, deren Haus Gegenstand eines Streits mit Bauträgern und Bauunternehmen war. Schließlich sei die Immobilie an die Sareb gegangen. Diese wolle laut Segura weder über einen Kauf noch über eine Miete verhandeln. Die Familie habe Bürgermeister Virgilio Moreno gebeten, bei der Sareb zu vermitteln.
In Palma sind zwei Familien betroffen
Die Mutter in Son Gotleu hatte mit ihren Kindern eine Wohnung gemietet. Nach Seguras Darstellung zahlte die Familie sieben Monate Miete. Als sie von einer Räumungsanordnung aufgrund einer Klage des früheren Eigentümers erfuhr, stellte sie die Zahlungen ein.
Eine weitere Räumung in Palma sei am Montag ausgesetzt worden. Dort lebt ein Paar mit zwei Kindern, eines davon hat eine Behinderung. Schon im Juli hatten Aktivisten nach Seguras Angaben eine Räumung vor dem Wohnblock verhindert.
Die nächsten Termine stehen bereits an: Für Dienstag sowie für den 13., 15. und 19. Oktober sind laut Segura weitere Zwangsräumungen geplant.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik · Inca · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com