Beckham Law Spanien Rechner
Beckham-Regime vergleichen
Erklärung
Jährlicher Bruttolohn aus spanischer Arbeit. Im Beckham-Zweig ist genau dieser Bruttobetrag die Bemessungsgrundlage.
Erklärung
Die Seguridad Social ist die spanische Sozialversicherung. Trag deinen Arbeitnehmeranteil ein; er mindert nur den regulären IRPF-Zweig, nicht den Beckham-Zweig.
Erklärung
Das mínimo por descendientes ist der spanische Mindestbetrag für Kinder. Gezählt werden hier Kinder unter 25 im Haushalt mit eigenen nicht steuerfreien Einkünften bis zur gesetzlichen Grenze.
Erklärung
Für jedes berücksichtigungsfähige Kind unter drei erhöht ein eigener Zuschlag den Kinder-Mindestbetrag. Der balearische Aufschlag gilt für diesen Zuschlag nicht.
Erklärung
Das erste Steuerjahr im Regime ist das erste Kalenderjahr, in dem du nach dem Umzug mehr als 183 Tage in Spanien anwesend bist. Bei einem Zuzug bis zum 1. Juli fällt das erste Regimejahr noch in das Umzugsjahr; ab dem 2. Juli beginnt das Regime erst im Folgejahr.
Erklärung
Der Stichtag bestimmt die Registerfassung. Der Rechner kann nur Tage ab dem frühesten vollständig hinterlegten Rechtsstand beantworten.
- Beckham-Regime (Steuer auf Bruttolohn)
- 28.800,00 €
- Staatlicher Anteil (cuota íntegra estatal)
- 21.473,50 €
- Balearischer Anteil (cuota íntegra autonómica)
- 21.060,50 €
- Reguläre Steuer vor Abzügen (cuota íntegra)
- 42.534,00 €
- Jährlicher Vorteil des Beckham-Regimes
- 13.734,00 €
Effektivsätze auf den Bruttolohn: Beckham 24 %, regulär 35,45 %.
Nur eine Modellprojektion; sie unterstellt in jeder Periode gleiches Einkommen, gleiche Familienverhältnisse und unverändertes Recht.
Regimeperioden: 2026 bis 2031. Bei einem Umzug ab dem 2. Juli gehört das Umzugsjahr selbst noch nicht dazu.
Annahme: Einzelveranlagung mit vollem Kinder-mínimo. Das setzt voraus, dass kein zweiter in Spanien ansässiger Elternteil denselben Mindestbetrag beansprucht.
Der reguläre Zweig zeigt die cuota íntegra, also die Steuer vor Abzügen. Solche regulären deducciones sind hier nicht modelliert und können nur die reguläre Steuer mindern.
Erfasst wird nur spanischer Arbeitslohn. Nicht erfasst sind Auslandseinkünfte und die auf spanisches Vermögen beschränkte Vermögensteuer (können für Beckham sprechen) sowie Eigenwohnungs-Imputation, fehlende Zusammenveranlagung und Verlustverrechnung und reguläre staatliche oder balearische Abzüge (können für regulär sprechen). Die Richtung des Gesamtergebnisses hängt vom Einzelfall ab.
Rechenbeispiele
46.000,00 €
- Beckham-Regime (Steuer auf Bruttolohn)
- 11.040,00 €
- Reguläre Steuer vor Abzügen (cuota íntegra)
- 10.924,00 €
- Jährlicher Nachteil des Beckham-Regimes
- -116,00 €
120.000,00 €
- Beckham-Regime (Steuer auf Bruttolohn)
- 28.800,00 €
- Reguläre Steuer vor Abzügen (cuota íntegra)
- 40.316,75 €
- Jährlicher Vorteil des Beckham-Regimes
- 11.516,75 €
750.000,00 €
- Beckham-Regime (Steuer auf Bruttolohn)
- 214.500,00 €
- Reguläre Steuer vor Abzügen (cuota íntegra)
- 344.571,25 €
- Jährlicher Vorteil des Beckham-Regimes
- 130.071,25 €
Rechtsstand: 1. Januar 2024
Quellen
Diese Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall.
Lohnt sich das Beckham-Regime für dich?
Das spanische Sonderregime für Zuzügler besteuert dein Arbeitseinkommen mit einem festen Satz von 24 % statt mit dem progressiven Tarif der spanischen Einkommensteuer IRPF (Impuesto sobre la Renta de las Personas Físicas); erst oberhalb einer im Gesetz festgelegten Schwelle steigt der Satz auf 47 %, und zwar nur für den Teil des Einkommens darüber. Der Satzvergleich beantwortet die Frage aber nicht, denn beide Wege rechnen auf verschiedenen Bemessungsgrundlagen: das Regime auf deinem Bruttolohn ohne jeden Abzug, die reguläre Besteuerung auf einem kleineren, davon abgeleiteten Betrag.
Der Rechner oben stellt beide Zahlen nebeneinander, für ein Steuerjahr, auf den Balearen. Weil die Bemessungsgrundlage des Regimes breiter ist, liegt der Punkt, an dem sich beide Wege kreuzen, höher, als ein Blick auf die Prozentsätze vermuten ließe.
So wird gerechnet
Beide Zweige führen zur cuota íntegra — der Steuerschuld vor Abzügen, die sich unmittelbar aus Bemessungsgrundlage und Tarif ergibt. Sie unterscheiden sich in fast allem, was davor passiert.
Der Beckham-Zweig: Bruttolohn, ein Tarif, keine Abzüge
Wer nach Artikel 93 des Einkommensteuergesetzes optiert, bleibt formal in Spanien steuerpflichtig, wird aber nach den Regeln der Nichtansässigenbesteuerung IRNR (Impuesto sobre la Renta de no Residentes) veranlagt. Deren Grundnorm sagt zur Bemessungsgrundlage einen einzigen Satz, und der entscheidet alles: Sie besteht aus dem importe íntegro, dem vollen Bruttobetrag, „ohne dass Kürzungen anzuwenden wären". Die base liquidable — die Größe, auf die der Tarif läuft — ist unter dem Regime damit identisch mit deinem Bruttoarbeitslohn.
Praktisch heißt das: keine Sozialversicherungsbeiträge, keine Werbungskostenpauschale, keine Kinderfreibeträge, kein Grundfreibetrag. Die amtliche Ausfüllanweisung zum Erklärungsformular kennt für Arbeitseinkommen denn auch ein einziges Eingabefeld und keines für Abzüge.
Auf diese Bemessungsgrundlage läuft eine zweistufige Staffel: der niedrigere Satz bis zur Schwelle, der höhere allein auf den Überschuss, nicht rückwirkend auf das ganze Einkommen — die Parallelvorschrift zum Lohnsteuerabzug spricht ausdrücklich vom Satz „auf den überschießenden Teil". Beide Sätze und die Schwelle stehen in der Tarifübersicht des Rechners.
Der reguläre Zweig: erst kürzen, dann zweimal besteuern
Die reguläre IRPF geht den umgekehrten Weg. Vom Bruttolohn werden zuerst die Pflichtbeiträge zur spanischen Sozialversicherung abgezogen, danach eine Werbungskostenpauschale von 2.000 € im Jahr. Liegt das Ergebnis unter 19.747,50 €, kommt eine gestaffelte Kürzung für Arbeitseinkommen hinzu, die nach oben ausläuft. Übrig bleibt die base liquidable general, die allgemeine Bemessungsgrundlage.
Auf sie laufen zwei Tarife, nicht einer. Der staatliche reicht von 9,5 % in der ersten Stufe bis 24,5 % in der letzten. Dazu kommt die escala autonómica, der Tarif der Autonomen Gemeinschaft, in der du steuerlich ansässig bist — auf den Balearen von 9 % bis 24,75 %. Beide Hälften werden getrennt gerechnet und erst am Ende addiert. Darin liegt der Balearen-Bezug: Die staatliche Hälfte gilt überall gleich, die zweite ist Landesrecht und sieht in Madrid oder Andalusien anders aus.
Der Grundfreibetrag wirkt nicht dort, wo man ihn vermutet
Das mínimo personal y familiar — der persönliche und familiäre Grundfreibetrag — wird nicht von der Bemessungsgrundlage abgezogen. Beide Tarife laufen auf den vollen Betrag; erst danach wird die Steuer abgezogen, die auf den Freibetrag entfällt, berechnet mit derselben Staffel. Das ergibt eine Nullzone unten, keinen Abzug oben.
Der Grundbetrag für dich selbst beträgt 5.550 € im Jahr. Für Kinder, die bei dir leben, unter fünfundzwanzig Jahre alt sind und eigene Einkünfte unterhalb der gesetzlichen Grenze haben, kommt ein nach Reihenfolge gestaffelter Betrag hinzu: 2.400 € für das erste Kind, 2.700 € für das zweite, 4.000 € für das dritte und 4.500 € für jedes weitere. Für jedes Kind unter drei Jahren erhöht sich der Betrag zusätzlich um 2.800 €. Die Balearen heben einen Teil dieser Beträge für ihre eigene Tarifhälfte an — nicht alle und nur dort; der Rechner bildet das getrennt ab.
Beide Zweige im Vergleich
| Position | Regulärer IRPF | Beckham-Regime |
|---|---|---|
| Sozialversicherungsbeiträge | abziehbar | nicht abziehbar |
| Werbungskostenpauschale | abziehbar | nicht abziehbar |
| Grund- und Kinderfreibeträge | ja | nein |
| Tarif | progressiv, staatlich plus autonom | zwei Stufen, bundeseinheitlich |
Deshalb ist das Feld für deine Sozialversicherungsbeiträge oben kein Nebenschauplatz, sondern der einzige Posten, der auf der einen Seite abgezogen wird und auf der anderen nicht. Es ist mit null vorbelegt — jede andere Zahl behauptet einen Einzelfall, und den kennst nur du.
Rechenbeispiele
Hier stehen keine getippten Beispiele. Der Rechner oben rechnet sie selbst — mit deinem Einkommen, deinen Beiträgen, deiner Familiensituation und dem Rechtsstand, den er ausweist. Ein Beispiel im Fließtext wäre eine zweite Wahrheit daneben und würde veralten, sobald sich eine Tarifstufe verschiebt. Erhöhe stattdessen den Bruttolohn schrittweise und beobachte, wo die Zahlen die Seiten tauschen.
Sonderfälle
Der Zuzug mitten im Jahr
Ein verbreiteter Irrtum: Das Regime beginnt nicht automatisch im Umzugsjahr. Die Durchführungsverordnung definiert die erste Regimeperiode als das erste Kalenderjahr, in dem du dich nach dem Zuzug an mehr als 183 Tagen in Spanien aufhältst. Wer im September nach Palma zieht, erreicht diese Grenze im Umzugsjahr nicht mehr — seine erste Regimeperiode ist das Folgejahr, und erst von dort läuft die Uhr.
Die Laufzeit selbst ist starr: das erste Regimejahr plus 5 weitere Steuerjahre. Danach endet es ohne Antrag und ohne Verlängerung, und du fällst in die reguläre Besteuerung deines Welteinkommens zurück. Wer Immobilien oder Kapitalanlagen im Ausland hält, wird ab diesem Jahr in Spanien darauf steuerpflichtig und muss sie zusätzlich über das Modelo 720 anzeigen — die jährliche Meldung von Vermögen im Ausland, erklärt in unserem Text zur Anzeigepflicht für Auslandsvermögen.
Die Grundvoraussetzungen
Drei Bedingungen müssen zusammenkommen. Erstens darfst du in den 5 Steuerperioden vor dem Zuzug nicht in Spanien steuerlich ansässig gewesen sein — bis Ende 2022 waren es doppelt so viele, die Ley 28/2022 hat die Hürde gesenkt. Zweitens muss der Zuzug auf einem der gesetzlich abschließend aufgezählten Gründe beruhen. Drittens darfst du grundsätzlich keine Einkünfte über eine spanische Betriebsstätte erzielen; seit 2023 ist eine solche ausnahmsweise zulässig, wenn sie aus einer anerkannten unternehmerischen Tätigkeit oder aus der Arbeit als hochqualifizierte Fachkraft folgt. Der Zuzug muss zudem im ersten Anwendungsjahr oder im Jahr davor liegen — wer erst Jahre später auf die Idee kommt, kommt zu spät.
Einkommen über der Schwelle
Oberhalb der Schwelle greift der höhere Satz, aber nur auf den überschießenden Teil. Wichtig ist das für Boni, Abfindungen und Aktienzuteilungen, die in einem Jahr zusammenfallen: Sie verschieben das Ergebnis deutlich, und weil das Regime keinen Verlustausgleich kennt, lässt sich ein solcher Ausschlag nicht glätten. Die Schwelle ist nicht inflationsindexiert.
Ehepartner und Kinder
Seit 2023 können auch dein Ehepartner, deine Kinder unter fünfundzwanzig Jahren (bei Behinderung ohne Altersgrenze) und, wenn keine Ehe besteht, der andere Elternteil dieser Kinder einbezogen werden. Sie brauchen keinen eigenen Zuzugsgrund, müssen aber selbst die Nicht-Ansässigkeitsbedingung erfüllen, zusammen mit dir oder später zuziehen und dürfen zusammengenommen keine höhere Bemessungsgrundlage haben als du. Eine eigene Frist haben sie nicht: Ihre Laufzeit endet mit deiner. Verzichtest du oder wirst du ausgeschlossen, fallen alle mit heraus. Eine Scheidung ist dagegen ausdrücklich unschädlich.
Berufssportler sind ausgeschlossen
Ausgerechnet die Berufsgruppe, die dem Regime seinen Spitznamen gegeben hat, ist heute ausgenommen: Das Gesetz nimmt das besondere Arbeitsverhältnis der Berufssportler vom Zuzugsgrund „Arbeitsvertrag" aus. Der Name beschreibt die Entstehungsgeschichte, nicht den Anwendungsbereich.
Geschäftsführer und Verwaltungsratsmitglieder
Der Zuzug als administrador einer spanischen Gesellschaft ist ein eigener Zugangsgrund. Seit 2023 spielt die Höhe deiner Beteiligung keine Rolle mehr — außer bei einer reinen Vermögensverwaltungsgesellschaft: Dort darf sie keine Verbundenheit im Sinne des Körperschaftsteuerrechts begründen. Wer über eine eigene Holding zuzieht, prüft das besser vor dem Antrag.
Telearbeit und digitale Nomaden
Die Ley 28/2022 hat eine Gruppe in das Regime geholt, die es vorher nicht nutzen konnte: Beschäftigte, die ihre Arbeit ohne Anordnung des Arbeitgebers ausschließlich aus der Ferne über Telekommunikationsmittel erbringen. Inhaber des internationalen Telearbeitsvisums sind ausdrücklich erfasst. Aufenthaltstitel und Steuerregime sind getrennte Verfahren mit eigenen Fristen — was für das Visum gilt, steht in unserem Text zum Aufenthaltstitel für ortsunabhängiges Arbeiten.
Selbstständige
Als klassischer Selbstständiger — auf Spanisch autónomo, mit eigenen Kunden und eigener Rechnungsstellung — kommst du grundsätzlich nicht in das Regime. Zulässig sind nach der Verordnung nur die anerkannte unternehmerische Tätigkeit, Dienstleistungen für junge innovative Unternehmen sowie Aus- und Weiterbildung, Forschung, Entwicklung und Innovation. Die unternehmerische Tätigkeit setzt ein positives Gutachten der staatlichen Innovationsagentur voraus, das vor dem Zuzug einzuholen ist — eine Reihenfolge, die sich nachträglich nicht heilen lässt. Bei der hochqualifizierten Fachkraft muss die daraus bezogene Vergütung mehr als vierzig von hundert aller Erwerbseinkünfte ausmachen.
Wer stattdessen den gewöhnlichen Weg in die Selbstständigkeit geht, meldet sich in Spanien als Selbstständiger an und zahlt statt der hier verglichenen Sätze zunächst die monatlichen Sozialversicherungsbeiträge für Selbstständige, die dieser Rechner nicht abbildet.
Rentner und der Rest des Umzugs
Das Regime knüpft an die Aufnahme einer Tätigkeit an. Wer ohne Arbeitsvertrag, Entsendung oder unternehmerische Tätigkeit kommt und im Wesentlichen von einer Rente lebt, erfüllt die Zugangsvoraussetzungen nicht — für diesen Fall gelten die Regeln, die der Ratgeber für den Ruhestand auf Mallorca beschreibt, und das Doppelbesteuerungsabkommen entscheidet, wo die Rente versteuert wird.
Unabhängig vom Steuerstatus bleiben die gewöhnlichen Schritte des Umzugs zu erledigen: Wer länger als drei Monate bleibt, meldet den Aufenthalt an, und wer eine Wohnung bezieht, trägt sich im Melderegister der Gemeinde ein. Beides hängt nicht am Sonderregime und entfällt auch nicht, wenn der Antrag abgelehnt wird.
Fristen und Formulare
Der Antrag: Modelo 149
Die Option wird nicht stillschweigend ausgeübt, sondern gegenüber der spanischen Steuerverwaltung AEAT (Agencia Estatal de Administración Tributaria) erklärt. Das Formular heißt Modelo 149 und trägt alle vier Vorgänge: Option, Verzicht, Ausschluss und Ende der Entsendung.
Die Frist beträgt sechs Monate, und sie beginnt nicht mit dem Umzug, sondern mit dem Tag des Tätigkeitsbeginns, wie er sich aus deiner alta en la Seguridad Social ergibt — der Anmeldung zur spanischen Sozialversicherung. Bleibst du im System deines Herkunftslands, tritt die entsprechende Bescheinigung an diese Stelle. Für Angehörige läuft sie ab ihrer Einreise oder nach deiner, falls diese länger läuft.
Beizufügen sind unter anderem der Nachweis der Sozialversicherungsanmeldung, gegebenenfalls der Aufenthaltstitel und eine Arbeitgeberbescheinigung über Tätigkeitsbeginn, Arbeitsort und Vertragsdauer. Ohne spanische Identifikationsnummer geht nichts: Die NIE (Número de Identidad de Extranjero), die Ausländer-Identifikationsnummer, muss vorliegen, bevor der Antrag eingereicht werden kann — wie du sie bekommst, steht in unserem Text zur Beantragung der spanischen Ausländernummer auf Mallorca.
Die jährliche Erklärung: Modelo 151
Wer im Regime ist, gibt nicht die normale Einkommensteuererklärung ab, sondern das Modelo 151 — die Steuererklärung für Zuzügler unter dem Sonderregime, ausschließlich elektronisch. Ihre Frist ist an die allgemeine Einkommensteuerkampagne gekoppelt und wird jedes Jahr neu per Verordnung festgesetzt; ein fixes Kalenderdatum lässt sich im Voraus nicht nennen. Nur für die Zahlung per Bankeinzug steht ein früherer Stichtag Ende Juni fest.
Die meisten Zuziehenden lassen Antrag und Erklärung von einer Gestoría erledigen — einem spanischen Büro für Steuer- und Verwaltungsangelegenheiten zwischen Behörde und Mandant. Die Verantwortung für die Fristen bleibt trotzdem bei dir.
Verzicht und Ausschluss
Beide Wege aus dem Regime laufen über dasselbe Modelo 149, unterscheiden sich sonst aber. Der Verzicht ist freiwillig und nur im November und Dezember vor dem Wirkungsjahr möglich. Bei Arbeitnehmern ist er zweistufig: Zuerst reichst du deinem Arbeitgeber die Datenmitteilung ein und lässt dir eine abgestempelte Kopie geben, dann geht sie mit dem Formular an die Steuerverwaltung. Der Ausschluss tritt dagegen von selbst ein, sobald eine Voraussetzung wegfällt — rückwirkend für die ganze Steuerperiode, in der der Verstoß liegt, und innerhalb eines Monats zu melden.
Für beides gilt dieselbe harte Rechtsfolge, und sie ist der teuerste Fehler in diesem Bereich: Wer verzichtet hat oder ausgeschlossen wurde, kann nie wieder in das Regime optieren. Ein Verzicht, weil ein einzelnes Jahr ungünstig aussieht, verbrennt die gesamte Restlaufzeit.
Die typischen Fehler
- Die Sechsmonatsfrist verpassen, weil vom Umzugsdatum statt vom Tag der Sozialversicherungsanmeldung gerechnet wurde.
- Annehmen, das Regime beginne im Umzugsjahr — wer am 2. Juli zuzieht, kommt auf genau 183 Tage und damit einen Tag zu wenig.
- Das Gutachten für die unternehmerische Tätigkeit erst nach dem Zuzug beantragen.
- Verzichten oder eine Voraussetzung fallen lassen, ohne zu wissen, dass der Weg zurück verschlossen bleibt.
- Das Ende der Laufzeit nicht vorbereiten und im ersten regulären Jahr von Welteinkommen und Meldepflicht überrascht werden.
- Glauben, das Regime befreie auch im Herkunftsland von Steuern. Ob und wie Deutschland weiterhin zugreift, entscheidet nicht Artikel 93, sondern das Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung zwischen beiden Staaten.
Was diese Rechnung nicht erfasst
Was der Rechner für den regulären Zweig ausweist, ist die cuota íntegra, die Steuer vor Abzügen. Die deducciones — staatliche und balearische Steuerermäßigungen, etwa für Miete oder Bildungsausgaben — gibt es nur dort; unter dem Sonderregime sind lediglich Spenden und eine gedeckelte Anrechnung ausländischer Quellensteuer möglich. Die Auslassung wirkt damit einseitig zulasten des regulären Zweigs: Die reguläre Steuer erscheint höher, als sie am Ende ausfällt.
Weitere Posten bleiben außerhalb der Rechnung. Diese Seite sagt bewusst nicht, in welche Richtung sie das Ergebnis verschieben — sie zählt sie auf und nennt je Posten, für welchen Zweig er spricht.
Für das Beckham-Regime sprechen:
- Auslandseinkünfte bleiben in Spanien außer Ansatz. Wer Mieten, Zinsen oder Beteiligungserträge außerhalb Spaniens bezieht, versteuert sie unter dem Regime dort nicht — im regulären Fall als Teil des Welteinkommens. Wie groß der Posten ist, beantwortet nur das Doppelbesteuerungsabkommen des Herkunftslands; der Rechner rät ihn nicht.
- Die Vermögensteuer trifft dich unter dem Regime nur mit dem in Spanien belegenen Vermögen, im regulären Fall mit dem Weltvermögen. Bei vermögenden Zuziehenden kann dieser Punkt den gesamten Vergleich dominieren.
Gegen das Beckham-Regime sprechen:
- Die imputación de rentas inmobiliarias — die fiktive Ertragszurechnung für nicht vermietete städtische Immobilien — trifft dich unter dem Regime auch für deine selbstgenutzte Hauptwohnung, anders als reguläre Steuerpflichtige. So hat es das TEAC (Tribunal Económico-Administrativo Central), die oberste Instanz der spanischen Finanzverwaltungsgerichtsbarkeit, am 17. Juli 2025 entschieden. Wer auf Mallorca kauft statt mietet, sollte den Posten kennen.
- Es gibt keine Zusammenveranlagung und damit auch nicht die zusätzliche Kürzung der Bemessungsgrundlage, die der reguläre Zweig gemeinsam veranlagten Familien und Alleinerziehenden gewährt.
- Es gibt keinen Verlustausgleich zwischen den Einkunftsarten. Ein Verlust aus einer Quelle mindert die Steuer auf eine andere nicht.
- Die balearischen deducciones autonómicas, regionale Ermäßigungen der Steuerschuld, stehen nur dem regulären Zweig offen.
Der Rechner rechnet außerdem Einzelveranlagung und setzt den Kinderfreibetrag voll an. Das setzt voraus, dass kein zweiter in Spanien ansässiger Elternteil ihn geltend macht; sonst wird er nach dem Gesetz hälftig geteilt, und die reguläre Steuer fällt höher aus als hier gezeigt.
Ob dein Gesamtergebnis am Ende über oder unter der Zahl im Rechner liegt, hängt damit von Posten ab, die er nicht kennt. Er beantwortet eine klar umrissene Frage — den Vergleich beider Tarife auf Arbeitseinkommen — und nicht die nach deiner gesamten Steuerlast.
Rechtsgrundlage und Stand
Das Sonderregime steht in Artikel 93 der Ley 35/2006 über die Einkommensteuer, in der Fassung der disposición final tercera der Ley 28/2022. Der Verweis auf das Nichtansässigenrecht führt in den Real Decreto Legislativo 5/2004, dort Artikel 24 und 25. Das Verfahren regeln die Artikel 113 bis 119 des Real Decreto 439/2007 — darunter Artikel 115 zum Beginn der ersten Regimeperiode, Artikel 116 zur Antragsfrist, Artikel 117 zum Verzicht und Artikel 118 zum Ausschluss.
Der reguläre Vergleichszweig beruht auf Artikel 19 und 20 (Werbungskosten und Kürzung für Arbeitseinkommen), Artikel 56 bis 61 (Grund- und Familienfreibeträge) sowie Artikel 63 und 74 (staatlicher und autonomer Tarif). Der balearische Tarif und die regionale Anhebung eines Teils der Freibeträge stehen in Artikel 1 und 2 des Decreto Legislativo 1/2014 der Balearen in der Fassung der Ley 12/2023 und der Ley 11/2023. Alle Zahlen stammen aus dem konsolidierten Gesetzestext; welcher Rechtsstand gilt, weist der Rechner in seinem Rahmen aus.
Diese Seite ersetzt keine Steuerberatung. Sie erklärt eine Rechnung und ihre Grenzen; die Entscheidung über deinen Fall trifft jemand, der ihn ganz kennt.
Ab wann lohnt sich das Beckham-Regime?
Beginnt das Regime im Jahr meines Umzugs?
Warum rechnet der Rechner meine Sozialversicherungsbeiträge nur auf einer Seite ab?
Gilt die Rechnung auch, wenn mein Partner ebenfalls Kinderfreibeträge geltend macht?
Ist die ausgewiesene Zahl das, was ich am Ende überweise?
Kann ich aus dem Regime wieder aussteigen und später zurück?
Kann ich das Regime als Selbstständiger nutzen?
Was passiert, wenn die Laufzeit endet?
Verwandte Rechner
Ob du überhaupt in Spanien steuerlich ansässig wirst, entscheidet sich an der Zahl deiner Aufenthaltstage. Das rechnet der Rechner für die Tagesgrenze der spanischen Steuerpflicht nach — er beantwortet die Frage, die dem Vergleich hier vorausgeht, und zugleich die, in welchem Kalenderjahr deine erste Regimeperiode beginnt.
Wie die reguläre Besteuerung funktioniert, wenn das Regime nicht in Frage kommt oder ausgelaufen ist, erklärt unser Text zur Einkommensbesteuerung von Steuerresidenten in Spanien.