A GoGò Pizzabar liegt in der Carrer de Can Fortuny, einer schmalen Gasse unmittelbar an der Plaça de Santa Eulàlia, mitten im mittelalterlichen Palma. Es ist das zweite und größere Haus von Camilla Riccardi und Jerónimo Alonso: Bar und offene Küche im Erdgeschoss, eine Etage höher ein ruhigerer Gastraum zum Sitzenbleiben, davor eine sehr kleine Terrasse. Die Einrichtung ist zurückhaltend, der Ton familiär, die Wirtsleute stehen selbst im Laden. Gut erzogene Hunde sind ausdrücklich willkommen.
Ihr erstes Lokal, ein winziger Pizzabar mit offenem Tresen, an dem man dem Pizzaiolo zusehen kann, ist seit 2019 in Sa Gerreria in Betrieb. Der Name hat übrigens nichts mit Tanzmädchen zu tun, wie oft vermutet wird: "a gogò" heißt im Italienischen so viel wie "in Hülle und Fülle".

Der Teig und die Pizzen von A GoGò Pizzabar
Die Pizza folgt der römischen Scrocchiarella und nicht dem neapolitanischen Vorbild: rund, dünn ausgezogen, mit niedrigem Rand, goldgelb und leicht knusprig. Der Teig besteht aus vier Zutaten — proteinreichem italienischem Mehl, Wasser, Salz und frischer Hefe. Nach der ersten Gare formt die Küche einzelne Teigballen, die "panetti", und lässt sie über einen guten Tag hinweg reifen; das macht den Boden bekömmlicher. Ausgezogen wird von Hand. Die Tomaten kommen als Rosso Gargano aus Apulien und La Torrente aus Kampanien, der Fiordilatte-Mozzarella wöchentlich frisch aus Italien.
Die Karte trennt klassische Pizzen von den "pizze della casa", dazu kommen wechselnde Kreationen des Monats und der Saison. Zu den Hausbelegungen zählen die Umbra ohne Tomate, mit in Weißwein geschwenkten Waldpilzen, Burrata und weißem Trüffel; die Ghiottona mit Pistazien-Mortadella und schwarzem Trüffel; die Acciurrata, deren Burrata und Sardellen erst nach dem Ofen aufgelegt werden und die deshalb zimmerwarm serviert wird; und die Sa Roqueta, die Mallorca gewidmet ist: scharfe Sobrassada, Burrata di Andria und ein Faden Honig. Dazu die Klassiker von der Margherita bis zur Romana mit Sardellen aus Santoña.

Römische Vorspeisen und sizilianische Kleinigkeiten
Herzstück der Küche sind die Supplì, römische frittierte Reisbällchen mit einem Kern aus geschmolzenem Mozzarella: das klassische mit einem Ragù aus mallorquinischem Fleisch — schwarzem Schwein, Jungrind und Huhn —, eines nach Art des Cacio e Pepe und ein veganes mit Linsenragù. Daneben stehen sizilianische Cazzilli, Kartoffelkroketten mit Minze, ohne Paniermehl und ohne Ei, Zucchiniblüten im Tempurateig mit Ricotta und geräucherter Provola und die toskanischen Gnudi aus Spinat und Ricotta in Butter und Salbei. Die Dolci sind hausgemacht: eine Zitronentorte mit Baiserhaube, Panna cotta mit Amaretti-Bröseln und ein kleines Cannolo mit süßer Ricotta, dunkler Schokolade und Pistazie.
Vegan, vegetarisch und ohne Gluten
Die vegane Karte ist hier kein Anhängsel, sondern eine eigene Abteilung. Camilla Riccardi hat die Rezepte für die pflanzlichen Käse selbst entwickelt: Mozzarella und Burrata entstehen aus fermentierten mallorquinischen Mandeln, der Parmesan-Ersatz aus Lupinen, die Scamorza aus Reis, und selbst die scharfe Sobrassada wird aus getrockneten Tomaten nachgebaut. Wer will, kann diese Käse nach Gewicht kaufen. Dazu kommen eine vegane Sa Roqueta, eine Pizza mit veganer Mortadella und Pistazien sowie eine vegane Burratina auf Rucola. Ein glutenfreier Teig lässt sich bestellen, für Zöliakiebetroffene ist er laut eigener Karte allerdings nicht geeignet.
Was das Haus für die Umwelt tut
Nachhaltigkeit ist bei A GoGò kein Schlagwort, sondern eine offengelegte Liste von Maßnahmen. Wo es die italienische Qualität zulässt, wird lokal und saisonal eingekauft, die Reinigungsmittel sind ECOLABEL-zertifiziert, Einwegplastik wird zurückgedrängt. Aus dem Anspruch, nichts wegzuwerfen, entstehen Öle und Cremes aus Resten; die Verpackungen fürs Mitnehmen sind kompostierbar. Das gebrauchte Frittieröl geht an ein Recyclingprojekt, das daraus Biokraftstoff macht, und der Erlös fließt an eine Organisation für den Schutz des Mittelmeers. Unterstützt wird außerdem ein Tierschutzverein aus Llucmajor. Und wer seinen eigenen Behälter mitbringt, zahlt beim Mitnehmen weniger.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenpflichtig
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Selbstbedienung
Ausstattung
- Toilette
- Vegetarisch
- Terrasse
- Bar vor Ort
- Vegan
- Separater Raum
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
Haustiere
- Hunde erlaubt
Besonderheiten
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
Geeignet für
- Gruppen



