Abbaco Natural Food & Sushi steht in Port de Pollença direkt am Wasser, am Passeig Saralegui, dort wo die Promenade an der Bucht entlangführt. Das Haus nennt seine Küche „natural food“ und meint damit etwas sehr Konkretes: Zutaten von der Insel und aus eigenem Anbau, verarbeitet mit japanischen, peruanischen und mediterranen Techniken. Wer den Namen liest, erwartet vielleicht ein Sushi-Lokal mit Salatbeilage. Tatsächlich stehen hier drei Küchen nebeneinander auf einer Karte, und sie greifen ineinander.
Das zeigt sich an den Gerichten, die das Haus selbst als seine Klassiker führt. Der Arroz Abbaco wird mit Roter Bete gekocht und mit Avocado von der Glut und Gemüse serviert — ein Reisgericht, das weder spanisch noch japanisch ist, sondern von beidem etwas hat. Die Avocado a la brasa gibt es auch für sich, mit Kichererbsen und einer Creme aus Süßkartoffel. Daran lässt sich gut ablesen, wie hier gearbeitet wird: ein Gemüse als Hauptdarsteller, über offener Glut, ohne dass daraus eine Verzichtserklärung wird.
Abbaco gehört zur Grupo Boulevard, einer mallorquinischen Gruppe mit mehr als dreißig Betrieben und mehreren Marken auf der Insel.

Was in der Küche von Abbaco Natural Food & Sushi zusammenkommt
Die Karte beginnt mit Dingen zum Teilen: libanesischer Hummus mit Pita, ein Trio vegetarischer Dips aus Tzatziki, Muhammara und Rote-Bete-Hummus, knusprige Gyozas mit Huhn und Gemüse in einer Süßsauer-Sauce aus Orange und Tamarinde, hausgemachte Dumplings mit Oktopus und Garnele. Danach folgt eine eigene Rubrik nur für Salate und Gemüse — schwarze Quinoa mit Avocado und Kichererbsen, Kürbis mit Orange, Mandeln und Spargel, ein Sommersalat mit Mango, Feta und getrockneter Tomate.
Die Reisgerichte kann man trocken oder cremig bestellen, mit Pluma vom iberischen Schwein und schwarzem Trüffel, mit Oktopus, Muscheln und Sepia oder als Version mit Wolfsbarsch, Spinat und Pinienkernen. In derselben Rubrik steht ein Pad Thai, das statt Reisnudeln Weizennudeln verwendet — eine der Stellen, an denen die Karte bewusst von der Vorlage abweicht.
Am Feuer wird es mediterraner: Lubina und Lachs von der Glut, Kabeljau mit Miso und Edamame-Creme, Rinderfilet mit eingelegten Pilzen, eine Lammterrine, Kalbsbäckchen unter einer Wan-Tan-Decke. Dazu Patató, die kleine mallorquinische Kartoffel, die gleich auf mehreren Tellern auftaucht.

Sushi, Ceviche und die Raw Bar
Die japanische und die peruanische Seite teilen sich eine Rubrik, was Sinn ergibt, weil sie sich in der Nikkei-Küche ohnehin längst begegnet sind. Es gibt Sashimi von Wolfsbarsch, Lachs und Thunfisch, Nigiri mit Lachs und seinem Rogen, mit Aal-Sauce oder — vegetarisch — mit eingelegter Gurke. Von der peruanischen Seite kommen ein Ceviche von der Corvina mit roter Zwiebel, Mais und Süßkartoffel, ein Tiradito vom Oktopus mit Leche de Tigre aus Maracuja und ein Thunfischtatar auf Shiso-Blatt.
Die Rolls tragen eigene Namen und sind der Ort, an dem das Haus am meisten ausprobiert. Der Shibashi verbindet flambierten Wolfsbarsch mit Teriyaki, schwarzem Knoblauch und getrocknetem Yuzu, der Fuji arbeitet mit Tomatenfrischkäse, Meerrettich und Umeboshi, der Acevichado holt Leche de Tigre in die Rolle, und der Fresh Summer Roll kombiniert Thunfisch mit Shiso, Erdbeere und Limette. Wer sich nicht festlegen mag, bestellt eine halbe Rolle — die Karte sieht das ausdrücklich vor.
Süßes, Kaffee und die Weinseite
Zum Abschluss stehen eine klassische Torrija mit Haselnusseis, knusprige Scheiben aus Pistazie und Birne, Käsekuchen mit karamellisierten Mandeln, ein Coulant mit Haselnusspraliné und ein Ananas-Carpaccio mit Kokoseis auf der Karte. Das Eis kommt aus dem hauseigenen Corner Ca na Mina, wo hausgemachtes Eis aus natürlichen und lokalen Zutaten entsteht.
Die Kaffeeseite ist ausführlicher als in Häusern dieser Größe üblich — vom Shakerato über den Espresso Martini bis zum Affogato mit eigenem Vanilleeis. Die Weinkarte füllt zwei volle Seiten, und bei den Süßweinen stehen ungarischer Tokaji und ein asturischer Eiscider nebeneinander, was man an dieser Küste selten so findet.
Für wen Abbaco passt
Vegetarische, vegane und glutenfreie Gerichte laufen hier nicht als Randnotiz mit, sondern sind über die ganze Karte ausgewiesen; die Gemüse-Rubrik gehört zu den größten des Hauses. Für Kinder gibt es eine eigene kleine Karte. Reserviert wird über das hauseigene System, was an dieser Promenade zur Hauptsaison eine gute Idee ist.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
- Straßenparken
Barrierefrei
- Eingang
- Toilette
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Vegetarisch
- Terrasse
- WLAN
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
- Romantisch
Haustiere
- Hunde erlaubt
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
- Kamin
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



