Formentor-Preis: Buch bündelt 700 Seiten Literatur
Mehr als 700 Seiten Literaturgeschichte stecken in dem neuen Band zum Formentor-Preis. Bei einer Präsentation in Barcelona am 19. September sprach Basilio Baltasar über die Reihe der ausgezeichneten Autoren. Die Fundación Feltrinelli Anagrama und die Fundación Formentor haben das Buch veröffentlicht.
„El canon Formentor. Una historia de la literatura“ erzählt die geistige Geschichte des Formentor-Preises und seiner literarischen Gespräche. Erstmals versammelt der Band die Essays über die Schriftsteller, die seit der Gründung 1961 ausgezeichnet wurden.
Von Beckett und Borges bis heute
Die Verleger Carlos Barral, Claude Gallimard und Giulio Einaudi riefen den Preis in den 1960er-Jahren ins Leben. In der ersten Ausgabe ehrten sie Samuel Beckett und Jorge Luis Borges. Bis 1967 bestand der Preis, seit 2011 werden sowohl die Auszeichnung als auch die Gespräche wieder veranstaltet.
Basilio Baltasar, Direktor der Fundación Formentor und Vorsitzender der Jury, sieht in den Preisträgern eine „literarische Abstammung“. Der Preis sei kein sportlicher Wettbewerb, sondern würdige literarische Lebenswerke nach geheimen Beratungen.
Essays, Plakate und Fotos
Der Band enthält neben den Essays auch Porträts, Plakate verschiedener Ausgaben sowie Angaben zu Teilnehmern und Jurys der Treffen. Dazu kommt umfangreiches Fotomaterial.
Eine Besonderheit: Die spätere Nobelpreisträgerin Annie Ernaux schrieb einen Text über die geehrte Nathalie Sarraute. Über Ernaux selbst steuert Gustavo Guerrero einen Essay bei. Zu den jüngeren Preisträgern gehört auch Gonçalo M. Tavares, der die Auszeichnung im Herbst erhalten soll.
Themen: Kultur
Quelle: Europa Press / Mallorca.com